Monatsarchiv: März 2013

*** Frohe Ostern allerseits ***

Ich wünsche allerseits frohe Ostern und ein paar schöne freie Tage!

🙂

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*** Sie und er und der Friseur ***

Sie kommt vom Friseur. Stolz und ganz frisch blond. Hach!
Sie dreht und wendet sich vor ihm. ‚Schau mal, wie es aussieht!‘

Er läuft um sie herum, blickt prüfend. ‚Hmm.‘ Sagt er: ‚Sieht aus wie vorher. Und dafür das ganze Geld und die schöne Zeit . . . ‚

Männer haben aber auch in echt keine Frisur verdient, als eine, die man mit dem Rasenmäher nachziehen kann.

Menno!

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*** Hier wird nicht gemeckert! ***

Jetzt ist aber mal endlich Schluß damit. Immer dieses Gemeckere und Gejammere wegen dem Wetter. Na und? Nur weil dieser März eine Identitätskrise hat und sich augenscheinlich für einen Februar, wenn nicht sogar Januar, hält? Ach was. Davon lassen wir uns doch nicht unterkriegen. Eine warme Jacke an und raus an die Sonne. Auch wenn der ganze Schnee so blendet, dass man ohne Sonnenbrille keinen Schritt gehen kann.
Na und. Es ist hell! Ist Euch mal aufgefallen, wieviel Sonnenschein wir die letzten Tage hatten?
So hell haben wir das manchmal im verregneten norddeutschen Juni nicht.
Schaut Euch doch einfach diesen Himmel an . . .

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Und erst die Sonnenuntergänge! Spektakulär kitschig!

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Und man muss das auch mal ganz pragmatisch sehen. Kein blödes Unkraut im Garten, dass die eigenen Tomaten, Gurken, Bohnen überwuchert. Außerdem, ich erwähnte es bereits, der Schnee der über dem Rasen liegt und aus unseren Hühnern Hochleistungsleger macht. Har har har!

Sogar unser Bauer hat gar kein Problem mit dem Wetter. Im Gegenteil, er passt sich an. Natürlich, das muss er ja auch. Man kann ja in Zeiten des Klimawandels zum Beispiel nicht an offensichtlich überholten Bauernregeln festhalten. So von wegen: ‚Am hundertsten Tag des Jahres die Kartoffeln in den Boden tun.‘ Geht nämlich gar nicht mehr. Wie denn auch, in diesem dauergefrosteten Boden.
Da müssen also neue Bauernregeln her. Und unser Bauer passt sich an und gab dem Hausherren heute schon mal eine neue Bauernregel mit auf den Weg. Nämlich diese: ‚Schnee im Mai – April vorbei!‘ So, das habe ich jetzt hiermit erfolgreich weitergegeben.

Ich bin also glücklich und zufrieden und will nichts gemeckertes hören hier.

Natürlich dürft Ihr nach dem Frühling fragen. Natürlich, fragt ruhig. Natürlich gibt es ihn. Wenn man ganz genau hinschaut, kann man ihn auch erkennen. Ich muss zwar zugeben, dass ich ihn selbst auch fast übersehen hätte. Aber Wolfram hat ihn entdeckt und hat mich darauf hingewiesen. Hier der Beweis.

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Wehe, da meckert jetzt noch einer.

P.S. Das Bild hat der Wolfram übrigens bei http://m.9gag.com/gag/6895009 gefunden. Nur der Ordnung halber.

*** Der Hundertjährige ***

Vielleicht erinnert Ihr Euch ja, dass ich vor einiger Zeit mit Begeisterung dieses Buch ‚Vom Hundertjährigen der aus dem Fenster stieg und verschwand‘ gelesen habe.

Jedenfalls fragte mich kurz darauf der beste Vater von allen, ob ich ihm denn wirklich empfehlen könne, dieses Buch auch zu lesen. Ich öffnete bereits voller Enthusiasmus meinen Mund um ihm ganz selbstverständlich ein ‚aber SELBSTVERSTÄNDLICH‘ zu entgegnen, da begann er schon: ‚Ja aber, es ist nämlich so . . . ‚

Und jetzt ist es aber so, wenn der beste Vater von allen ‚aber‘ sagt, dann sollte man seine sämtlichen im Autopilotmodus vor sich hindämmernden grauen Zellen tunlichst sofort aktivieren und MITDENKEN.

‚Ja aber es ist nämlich so, dass ich bei am.azon die negativen Bewertungen für dieses Buch gelesen habe. Und wenn ich so über diese nachdenke, mag ich das Buch gar nicht lesen. Warum also meinst Du, sollte ich es trotzdem lesen?‘ sagte er.

Huch!

Ich schluckte also mein ’selbstverständlich‘ herunter und begann zu überlegen. Auch wenn ich es für eine sehr interessante Herangehensweise halte, über ein Buch, welches monatelang auf den Bestsellerlisten erste Ränge belegt, erst einmal von den kanpp 1.300 nur die 100 negativen Bewertungen zu lesen um zu entscheiden, ob ich dieses Buch lesen mag . . . (Wenn ich ehrlich bin, mag ich auch nicht mit dem Massengeschmack gehen, denn diese ganze ‚Biss-Vampirgeschichte‘ oder jetzt die ‚Schatten von Grau‘ gehen mir komplett ab.)

Also, zurück zum Thema. Warum also sollte der beste Vater von allen dieses Buch lesen?

Es ist schwierig. Es ist sogar sehr schwierig, denn es hat mit dem persönlichen Humor zu tun. Und persönlicher Humor ist etwas furchtbar kompliziertes. (Ich denke nur daran, dass ich mich über Sachen in Grund und Boden kichern kann, die dem Hausherren nur ein müdes, verständnisloses Schulterzucken entlocken.) Humor empfindet jeder anders. Und, ganz besonders hier, kommt nämlich nach meinem Empfinden in diesem Buch jede Menge Ironie und Sarkasmus und vor allem schwarzer Humor in’s Spiel.

Aber Jonas Jonasson erzählt die ganze Geschichte so zwingend logisch, so unausweichlich, ja so unausweichlich absurd, dass ich mir zwischendurch immer mal wieder ein kleines ‚Oups‘ und ‚Auweia‘ dachte, sofort gefolgt von einem entschuldigenden ‚Aber er konnte ja gar nicht anders‘. Ich bin nämlich auch ein guter Mensch und bringe keine anderen Menschen mit Hilfe von Kühlzellen um. Aber ich mag schwarzen Humor. Ich mag schwarzen Humor sehr. Ich mag Witze im Sinne von ‚lieber arm dran als Arm ab‘. Ich lese gern Terry Pratchet, der es z. B. auch als ‚Selbstmord‘ bezeichnet, in Ankh Morpork abends allein und unbewaffnet durch die Schatten zu gehen und wo es lustig ist, wenn Esme Wetterwachs jemanden in einen Frosch verwandelt, nur weil er sie beleidigt hat.

Nun werdet Ihr sagen, jaaaa, aber das ist doch ein MÄRCHEN. Ja genau, das ist es. Das ist ein Märchen.Und der Unterschied zum ‚Hundertjährigen‘ ist nur einfach der, dass bei Terry Pratchet außen ‚Märchen‘ dransteht und beim ‚Hundertjährigen‘ eben nicht. Dabei ist auch genau dieser Hundertjähriger nichts anderes als ein Märchen. Ein Märchen, was allerdings in die vom Menschen selbst grausam inszenierte Wirklichkeit des Weltkrieges gepackt wurde. Soll man aber jetzt über dieses Buch nicht lachen, weil der Weltkrieg ja an sich schon schlimm genug ist und wir Deutschen uns eigentlich darüber schämen müssten? Aber auch Humor hilft nachdenken und hilft beim Verarbeiten der Geschichte. Auch tiefschwarzer Humor.

Nun, und schwarzen Humor hat dieses Buch genug. Versuch es einfach und wir reden dann darüber?

Was meint Ihr? Sollte man dieses Buch gelesen haben?

*** Drum singe, wem Gesang gegeben ***

Über die Anlage läuft der Soundtrack von ‚Pan’s Labyrinth‘.

Er kommt dazu und erkundigt sich nach der Musik.

‚Aber das ist doch das, was ich die ganze Zeit so vor mich hinsumme . . . ‚ Erklärt sie.

‚DAS? Summst Du? -Oh!‘ Er ist erstaunt.

‚Sag bloß nicht, dass man das nicht erkennt!‘ Sie stemmt die Arme in die Seiten.

‚Aber ehrlich soll ich schon bleiben . . . ?‘ Kontert er.

*schluchz*

*** Frühling! oder: Wir basteln uns einen Gletscher ***

20. März Frühlingsanfang. Der Himmel ist blau, die Luft ist mild und die Vögel krakeelen sich die Seele aus dem Leib. Überall im Rasen sieht man Krokusse und Märzenbecher blühen. Glücklich hält man das Gesicht gen Himmel und genießt die wärmenden Sonnenstrahlen . . .

Ähem, nein. Falscher Film.

Also wir haben heute früh fast zwei Stunden gebraucht, um allen Schnee beiseite zu schieben und aufzutürmen, der über Nacht gefallen war. Auch den Hühnern mussten wir Gänge durch den Schnee graben, damit sie aus dem Stall zum Futter kommen können und nicht hilflos bis zum Hals in Schneewehen stecken bleiben.

Im Garten ist kein Durchkommen zum Komposthaufen mehr.

Dabei ist mir aber eine tolle Idee gekommen. Man könnte ja aus dem ganzen weißen Elend mal etwas tolles machen. Ich brauche nun nur noch ein paar mehr Meter Schnee auftürmen bis sich mithilfe des entstehenden Druckes und ich gebe zu, etwas Zeit, ein Gletscher bildet. Für den Anfang genügt ja auch ein kleiner. So zum üben, quasi.

Das hätte dann den Vorteil, dass man nicht mehr nach Norwegen oder in die Alpen fahren müsste, um sich einen Gletscher anzuschauen. Man könnte das ganz bequem von zu Hause aus erledigen.
Ich bin bereits am Überlegen, wie ich das geschickt vermarkten kann.

Und um gleich mal zu demonstrieren, dass ich aber auch überhaupt kein Problem mit dem Wetter habe, habe ich heute abend mit dem Hausherren und den Nachbarn im Skianzug bei Feuerschale und Glühwein ein zünftiges Frühlingsfest gefeiert.

So!

Meckern kann ja schließlich jeder.

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Kurze Info: 30 cm Neuschnee letzte Nacht und die Jeans sind bis zu den Knien hochgekrempelt.

Tschakka!

*** Alles ist perfekt ***

Es ist Freitagabend. Morgen kommt der Hausherr zurück. Jetzt aber in die Puschen.

* Hühnertretminen vom Hof einsammeln – Check

* Frühblüher halbwegs begradigen, Erde von der Hauswand zurück ins Frühbeet – Check

* Küche aufräumen – Check

* Geschirrspüler laufen lassen & leer räumen – Check

 

Es ist Samstagmorgen. Der Hausherr kommt in wenigen Stunden.

* Wohnzimmer aufräumen – Check

* Mülltüten raus – Check

* Blumenstrauß auffrischen – Check

* Kuchen backen – Check

 

Es ist Samstagnachmittag. Der Hausherr ist nach fast 1000 km und 10 Stunden Autofahrt endlich wieder zu Haus. Wir freuen uns alle, dass wir uns wieder haben und begrüßen auch die Hühner und die Enten.

Als wir über den Hof laufen, fällt mir der Kronsohn in den Rücken. ‚Mama hat die Hühner rausgelassen!’ Danke! Mein Sohn. Danke, dass auf Dich Verlass ist. Betont gleichmütig taxiere ich den Hausherren. Und der sagt nur: ‚Hab’ ich schon gesehen.’

Das war’s.

Uff.

Und zwischenzeitlich liegen auch wieder gnädige 20 cm Schnee über dem Elend. Winter hat auch seine guten Seiten.