*** Es ist nie zu spät ***

So ist es.
Es ist nie zu spät, sich über vergangene Zeiten zu freuen und – selbstverständlich – darüber zu berichten.
Aus diesem Grund erzähle ich Euch einfach etwas über Silvester. Das war nämlich schön und das kam so:
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Feiermuffel ist ja noch eine hochhaushohe Beschönigungslüge, wenn man die Partyambitionen vom Hausherren und mir beschreibt. Ergo feiern wir so oft es geht Silvester zu Haus. Schön gemütlich mit Bowle. 2012 musste die Bowle etwas warten auf uns, wir hatten zum Geburtstag Karten für Beethovens 9. in der Nikolaikirche Rostock geschenkt bekommen. Schon Tage vorher sang ich ‚Freude schöner Götterfunken . . . ‚ zum Leidwesen der anderen Anwesenden nach einer nur mir persönlich bekannten Melodie. 😉
In der Kirche hatten wir supertolle Plätze in der 4. Reihe – also einen prima Blick auf das Orchester.
Aber jetzt pssst, der Dirigent kommt.

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Es war wunderschön und gelegentliches Anstupsen half dem Kronsohn auch wach zu bleiben. (Er hatte nämlich sein Monokular vergessen und deshalb nicht soviel optische Anreize wie wir.) Aber egal, es hat uns drei wirklich Freude bereitet.
Dann aber nix wie nach Haus – nachher wollen schließlich Nachbars zum Feiern rüber kommen. Schnell den Tisch gedeckt, aber noch Platz lassen für die Leckerli, die Frau Nachbarin mitbringen wird.

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Wenn Ihr Euch nun fragt, was da in der hellblauen Verpackung auf den Tisch gestellt habe – ich zeig’s Euch. (Aber auf Eure Verantwortung, nicht schimpfen mit mir! ;-))

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Und während die Zeit im Nullkommanix vorbeiflog passte der Hausherr so ganz nebenbei auch noch auf seine Silvesterpfannkuchen auf. Bis endlich der spannende Moment kam, in welchem die Marmelade in die Pfannkuchen sollte. Im Rezept stand: Kreise ausstechen, Marmeladenkleckse drauf, mit Eiweiß bestreichen damit sie zusammenkleben . . . hmmm . . . sieht irgendwie doof aus . . .

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Warte, warte . . . die beiden Frauen des Abends mischen sich giggelnd ein, lass uns helfen . . . Aber das Ergebnis will dem Hausherren auch irgendwie nicht gefallen.

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Dann macht er es auf seine Weise und schau mal einer guck, das wird schon ganz gut . . .

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Jetzt das Öl im Topf erhitzen. Frau Nachbarin und Frau Spätlese üben in der Zeit schon mal ein bisschen Anstoßen. Hmmm. Die Bowle ist aber wieder mal sowas von lecker.
Jetzt mal wieder einen Blick zum Hausherren – huch, der ist aber schnell. Guck mal, die sind schon im Öl.
Prost!

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Oh, kurz vor 12. Schnell das Sprudelwässerchen öffnen, auf die Gläser verteilen, dem Kronsohn die Wunderkerzen in die Hand geben und nicht vergessen, den Puderzucker über die Pfannkuchen.
Das ist ein Bild. Links den Sekt, rechts den Pfannkuchen und: abbeißen.

Guten Appetit und Prosit Neujahr.

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Ich würde mir wünschen, dass das neue Jahr mindestens genauso gut wird, wie das vergangene. Und das wünsche ich Euch ebenfalls.

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2 Antworten zu “*** Es ist nie zu spät ***

  1. … aber … das sind doch keine Pfannkuchen … das sind doch Berliner! Im Ausnahmefall und zur Not (d.h. im nahegelegenen Ausland aka Bayern) nennen wir sie „Krapfen“, aber Pfannkuchen … neeeeeee …
    😉

    • Frau Spätlese

      Jaaaa – natürlich hast Du Recht! Aber: hier wird ja auch überregional gelesen – und nachdem ich als kleines Mädchen vom Lande in meinem Studium in einer Bäckerei der Landeshauptstadt einen ‚Berliner‘ bestellte – bin ich lieber vorsichtig.
      Das Wichtigste daran ist ja sowieso, dass es oberlecker war!