*** Zuwachs in Entenhausen ***

Diesen Sommer hatten es unsere Enten schwer mit Nachwuchs.

Wir haben jetzt aktuell zwar acht Enten auf dem Teich, aber wenn es im Frühjahr ans Brüten geht, ziehen unsere Enten irgendwie immer den kürzeren . . .

Die erste fremde Ente brütete sehr früh und war, wenn ich mich recht erinnere (ist der Sommer schon wieder so lange her?) Anfang Juni schon durch und entführte 13 (?) kleine Entenküken von unserem Hof.

Danach meinten unsere Enten und eine fremde gleichzeitig, es wäre doch toll, hier ihre Eier auszubrüten. Gesagt getan. Fremde Ente 2 setzt sich uns Entenhaus. Eigene Ente setzt sich daneben, andere eigene Ente baut sich ein Nest im Garten unter irgendeinem Kriechstrauch.

Das Ende vom Lied: Das Nest der Gartenente wird vom Marder leergeräumt, sie hat danach allen Mut verloren, bei der fremden Ente schlüpfen 15 (!) Küken mit denen sie nach wenigen Tagen den Hof verlässt. (Im Übrigen: 15! 15 kann nur heißen, dass unsere dämlichen Enten in das fremde Nest auch noch Eier gelegt haben – na toll!)

Dann endlich schlüpfen unsere ersten eigenen Enkelküken. Und dabei sind sogar quietschegelbe Enten – über die hatte ich aber, glaube ich, schon berichtet? Unsere Freude war riesig. Und genauso riesig war unsere Trauer, als wir von einem Wochenendausflug wiederkamen und nicht ein einziges Entenküken mehr am Leben war. Wir fanden nur ein einziges, quietschegelbes tot auf den Seerosenblättern liegen.

Lange war das Rätselraten groß, was wohl passiert war. Ob unsere Entenmama  die Kleinen hat verhungern lassen?

Des Rätsels Lösung erhielten wir, als unsere Altente Trudi fast gegen Ende des Sommers auch noch begann, zu brüten. Am 12- August schlüpften Trudis Küken.

Am Anfang schwamm Trudi mit nur drei Küken über den Teich. Zwei braune und ein weißes. Und noch während wir unsere Freude kaum fassen konnten, hatten die großen Enten ein kleines braunes Küken erledigt.

Mit dem Schnabel über den Hals gefasst, einmal kräftig geschüttelt – und zack fertig. Ende mit Küken.

Jetzt begriffen wir, welches Drama sich vor einigen Wochen abgespielt haben musste. Uns kamen im Nachhinein noch die Tränen. Nun gab es natürlich nur eine einzige Möglichkeit – nämlich Trudi die Küken abzujagen und selber großzuziehen. Auch wenn wir darauf dieses Jahr schon wieder eigentlich keine Lust hatten. Aber diesem Elend zuschauen konnten wir auch nicht.

Und da piepte es schon wieder im Entenhaus. Da waren noch mehr Küken geschlüpft. Der Hausherr fasste die blitzschnelle Idee die Küken gar nicht erst auf den Teich ‚entkommen’ zu lassen und sammelte sie ratzfatz aus dem Entenhaus ein. Dort warteten noch fünf Kleine darauf, von der Mutter abgeholt zu werden. Dann gelang es uns noch die zwei einzufangen, die bereits mit der Mutter unterwegs waren . . .

. . . und so kam es, dass wir auch dieses Jahr wieder Entenelten waren.

Sind sie nicht süß?

 

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8 Antworten zu “*** Zuwachs in Entenhausen ***

  1. Ohh, das nenne ich Einsatz und ja, sie sind total niedelich. Würde ich sofort eine Fotosession veranstalten 😀

    • Frau Spätlese

      Haben wir natürlich auch – es war ganz schön schwierig, nur ein Foto auszuwählen . . .

  2. Die sind wirklich total süß! 😀
    Habt Ihr Indische Laufenten? Als ich die noch hatte, musste ich immer die Erpel abtrennen, wenn Küken geschlüpft waren. Die Erpel haben sofort versucht die Kleinen zu töten! Erst wenn die Küken groß genug waren, ließ ich die Erpel wieder mit der Familie zusammen.

    LG Susanne

    • Frau Spätlese

      Nein, das sind ganz einfache Stockenten. Aber Erpel abtrennen geht nicht, die können (und dürfen) fliegen und machen, was sie wollen. Zu den Kleinen ins Gehege sind sie übrigens nicht geflogen. (Zu dick und zu faul!) 😉

  3. Oh sind die niedlich! Wie gut, dass Ihr sie gerettet habt 🙂 Die andere Geschichte ist ja ganz schön dramatisch. Im Tierreich spielen sich manchmal ganz schön grausame Dinge ab.
    LG von der Silberdistel