*** Noch einmal was zum großen Mist ***

Damit wäre jetzt auch geklärt, warum ich bisher auf Eure Kommentare nicht geantwortet habe. Ich hab schlicht und einfach an einer etwas umfassenderen Antwort gebastelt – und ich war stundenlang in meinem Fotoarchiv verschollen. Aber das nur am Rande.
Zuallererst wieder einmal ein herzliches Dankeschön an die Silberdistel, die mir schon wieder geholfen hat, ein bisschen schlauer zu werden. 😉 (Natürlich auch Danke an Mathilda, aber die war halt einfach nicht so schnell wie die Silberdistel. ;-))

Aber!

(Es gibt immer ein Aber!)

Aber ich möchte trotzdem noch ein bisschen weiter auf die NABU-Leute schimpfen. Denn wäre es nicht wenigstens angebracht, darauf hinzuweisen, dass unterschiedliche Schwalbenarten auch unterschiedliche Nester an unterschiedlichen Orten bauen? Dann kann man sich nämlich anschauen, welche Art Schwalbe einen im Sommer besucht und das Wohnungsangebot entsprechend anpassen. Bevor man sich Arbeit und Mühe macht und Material verschwendet.

*schimpftleisevorsichhin*

So.

Noch ein Aber.

Es gibt nämlich auch immer (mindestens) eine Ausnahme. Und ich habe das ultimative Beweisphoto für das Unangepasstsein von Schwalbeneltern:

Schwalbennest

Schwalbennest

 

Tadaa! Aufgenommen am 27. Juni diesemn Jahres von mir höchstselbst unter Verwendung meines kleinen Spielophons – was die lausige Bildqualität entschuldigen sollte. Ein Nest AUSSEN nach Rauchschalbenart. Na toll.

Ich könnte das ja jetzt mal an den NABU schicken? (Na gut, ich hör jetzt auf zu hetzen.)

Jedenfalls.

Jedenfalls.

Jedenfalls weiß ich gar nicht, was ich jetzt weiter dazu argumentieren soll. Wenn da in den nächsten drei Jahren auch wieder nix passiert, an unserem verbesserten Schwalbenhaus, dann racken wir die ganzen Klamotten einfach ab und installieren die von Nömix vorgeschlagenen NESTBAU-hilfen. 😉

Und glücklicherweise ist das ja auch keine 400KV-Überlandleitung, lieber Wolfram, sondern extra installierte Kabel (wenn ich den Hausherren ärgern will, sage ich ‚Schnüre‘ ) quer über unser Grundstück. (Und Fussball kommt bei mir nicht auf’m Hof – von daher war es gut, den Fussballwitz zu erklären – den hätte ich sonst nie verstanden.)

Und wenn in drei Jahren das Wetter auch wieder so prima ist, mach ich ganz bestimmt wieder so ein romantisches Foto, denn ich liebe Foto-Apps-Schnickeldies. *rüberwinkzurdompteuse*

So, und natürlich weiß ich, dass man nicht jeden Satz mit ‚und‘ anfangen soll. Aber mir gefiel das grad so!

Und jetzt hoffen wir alle, dass wir uns vor Schwalbenzuzug im nächsten Jahr nicht mehr retten können. (Die Mehlschalben können sich das Nest ja einfach fertig bauen, bis nur noch ein kleines Guckloch übrig ist. Vielleicht finden ja sogar die unangepassten Rauchschalbeneltern von dem Foto oben den Weg zu uns.)

Schaun wir mal.

 

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8 Antworten zu “*** Noch einmal was zum großen Mist ***

  1. Ich komme immer erst spät,schaffe ich nicht früher 😀

  2. Ich habe extra gewartet, damit Mathilda auch einmal eine Chance hat 😉
    Ich weiß jetzt nun nicht, wo Du beim Nabu geschaut hast. Ich habe dieses hier http://www.nabu.de/tiereundpflanzen/voegel/tippsfuerdiepraxis/nistkaesten/01086.html gefunden und da steht zwar, dass dieses Nest für Mehlschwalben sein soll, aber es steht eben auch nicht da, dass Rauchschwalben ein anderes Nest bauen. Insofern, denke ich, ist Deine Kritik durchaus berechtigt. Andererseits ist es wahrscheinlich sinnvoller, den Schwalben wirklich eine Möglichkeit zu bieten, Baumaterial, also Lehm, zu finden und eine geeignete Stelle, an der sie bauen können. Wir haben hier bei uns in erster Linie Rauchschwalben. Die Mehlschwalben könnten ganze Reihenhaussiedlungen an unseren Häusern bauen, tun das aber nicht. Ich denke, das ist so, weil hier kaum Mehlschwalben sind. Die Rauchschwalben haben sich ihre Bleibe z.B. in einem überdachten, aber sonst offenen, Autostellplatz eines Autohauses gesucht, als Stallersatz sozusagen. Vielleicht habt Ihr auch in erster Linie Rauchschwalben. Die brüten natürlich lieber IN Gebäuden, wobei IN auch relativ ist – siehe Autohausschwalben. Dein Bild dürfte zeigen, dass die armen Rauchschwalben aus der Not eine Tugend gemacht haben. Das ist übrigens ein tolles Foto und zeigt gut, wie erfinderisch Vögel doch sind.
    Ihr könntet, solltet Ihr in Eurer Gegend vorrangig Rauchschwalben haben, ja vielleicht ein Zimmerchen Eures Hauses als Schwalbenunterkunft zur Verfügung stellen 😉
    So, ärgere Dich jetzt nicht weiter, stell nächstes Jahr ein Lehmpfützchen auf und warte ab. Ach ja, und dieses neue Nest für die Rauchschwalben muss dann jetzt in Euer Schlafzimmer, weil Familie Rauchschwalbe ja INNEN wohnen will. Aber nicht vergessen – immer ein Fenster schön weit offen lassen 😉
    Liebe Grüße von der Silberdistel

  3. Ich schon wieder 😉 Schau mal hier http://katerchen.designblog.de/kommentare/nestgeschichte-2….414/
    Ist eine tolle Sache, was alles so geht. Sag Deinem Hausherrn, ein Pappkarton reicht völlig 😉
    Liebe Grüße von der
    Silberdistel

  4. Ich hab leider kein Beweisfoto gemacht, aber in der großen Halle vom Eselpark in Nessendorf ist das so:
    die Leute dort haben in Deckennähe (das wiederum scheint recht wichtig zu sein) Aufputz-Feuchtraumsteckdosen installiert; das sind die Dinger mit der Klappe. Dann haben sie dort ihre Funzeln eingesteckt, also steht die Klappe auf. Und was machen die Schwalben da? Richtig: sie bauen ihre Nester auf den aufgeklappten Deckeln …

    • Frau Spätlese

      Ok – das ist natürlich eine perfekte Idee. Aufpitzsteckdosen. Ich schick mal gleich den Hausherren los. Wird dann auch immer etwas sportlich, wenn man mal schnell Strom braucht auf Terrassien. Hat also noch gleich einen positiven zweiten Effekt.;-)

  5. Oh, das freut mich! Man braucht viel mehr Romantik im Leben. Und Pfützen! Ja, richtig: Pfützen. Kam jedenfalls gestern im TV. Da hat ein „Schwalbenpapa“ mit seinen vielen Nestern angegeben und als einzig nötiges Accessoire die vielen Pfützen auf seinem Hof erwähnt, die den Baustoff für die Nester bieten. (Wahnsinn, wie sehr bloggen bildet! Hättest du nicht gepostet, hätte ich nicht Wikipedia befragt. Und gelernt, dass es LUFTPLANKTON gibt. Irre!)

    • Frau Spätlese

      Luftplankton? *verschwindetsofortinderWikipediabibliothek*

      – Minuten später –

      Cool, wieder was gelernt!
      Danke Dir!