*** Rezeptetester – Das (!) Brot ***

Morgen backe ich ein Brot! Verkünde ich. Und fast sofort ruft der Hausherr: ‚Oja – ein Topfbrot!‘

So.so.

Das gibt mir also nun die Gelegenheit ein lang gegebenes Versprechen einzulösen.

Wie nämlich hier schon ganz, ganz, ganz lange versprochen, jetzt endlich der Rezeptetesterbeitrag zu: Das (!) Brot:

Gefunden habe ich das Rezept noch vor viel längerer Zeit hier bei http://www.esskultur.at/. Weiß der Geier, wie ich damals auf die Seite gekommen bin – aber nach dem Brotrezept kam ich da auch nicht mehr von weg. 😉

Was mich an diesem Rezept gereizt hat, war die angeblich so tolle Kruste. Denn, ich backe zwar selber tolle Brote, aber Kruste, Kruste kann ich nicht. Also habe ich auch dieses Rezept ausprobiert.

Los gehts:

435 gramm helles weizenmehl werden mit 12 gramm meersalz und 1/4 Würfel Frischhefe sowie knapp 350 ml wasser verrührt. Dabei kommt es nicht darauf an, sehr gründlich und energisch zu kneten. Es genügt, wenn die Zutaten gut verrührt sind, so das der Teig einen gleichmäßigen Eindruck macht. Nun deckt man ein Tuch darüber und lässt das Ganze ca. 18 (!) Stunden gehen. Das ist wichtig, damit der Teig durchsäuert. Das gibt hinterher die saftige Note. Wenn man nun etwas arglos ist, was die Gehfreudigkeit dieses Teiges angeht, erlebt man am folgenden Morgen eine solche Überraschung:

Das-Brot-1

Das-Brot-1

Und darf noch vor dem ersten Kaffee des Tages den Herd putzen. Muss man aber, glaube ich, Masochist sein dafür.

Weil ich das nicht bin, habe ich bei meinen nächsten Testversuchen mich für die ‚halbgeschlossene‘ Variante entschieden. Und die sieht so aus:

Das-Brot-5

Das-Brot-5

Da kann man dann auch ruhigen Gewissens schlafen gehen. 😉

Nach 18 Stunden wälzt man das Brot einfach um, mit ein wenig Mehl – und ganz wichtig: OHNE Kneten. Die Bläschen, welche schon im Teig sind, sollen nämlich erhalten bleiben.

Das-Brot-2

Das-Brot-2

So lassen wir den Teig weitere zwei Stunden rasten. Ich habe mich allerdings bei meinen weiteren Versuchen dann nicht wieder für die Backpapiervariante entschieden, sondern fülle in eine bemehlte Schüssel um. Das macht das Auskratzen leichter.

Während dieser 2 Stunden heize ich nun den Backofen auf 200°C vor. Ganz wichtig hierbei: der Topf, in welchem das Brot gebacken werden soll, muss mit im Herd stehen. Er wird also gleich mit erhitzt! Ich habe mich für einen Römertopf entschieden. Da entfällt die Bastelei mit irgendwelchen nicht hitzebeständigen Griffen.

Nach den oben beschriebenen zwei Stunden füllt man den Brotteig (wieder ohne Kneten) in die heiße Form um. Dann ganz wichtig: Deckel drauf! So bleibt der Teig schon feucht und entwickelt diese Kruste. Eine ganze Stunde bei 200°C backen und dann noch für weitere 15 Minuten den Topfdeckel abnehmen. Vorsicht – das ist alles verdammt heiß!

Das-Brot-3

Das-Brot-3

Das Ergebnis sieht so aus und sobald das Brot Anfasstemperatur hat, darf man kosten. Ich habe beim ersten Mal eine zu kurze Backzeit gewählt. Dadurch war das Brot klitschig und eh‘ ich mich versah, waren meine beiden Männer damit beschäftigt, sich ein Duell mit Brotkügelchen zu liefern.

Deswegen gibt es von meinem allerersten Topfbrot auch nur solche Bilder. Nämlich mit ‚Zupfkrater‘. Hmpf. (Aber wenn Ihr genau hinschaut, könnt Ihr erkennen, dass die Kruste schon weggenascht ist. 😀

Das-Brot-4

Das-Brot-4

Natürlich habe ich nicht aufgegeben.

Zwischenzeitlich habe ich Das (!) Brot schon mindestens  . . . ich weiß nicht wie oft gebacken und es gibt nur ein Problem – es ist immer so schnell alle, dass ich es kaum schaffe, davon ein anständiges Foto zu machen.

Aber einmal ist es mit tatsächlich gelungen. So schaut’s aus:

Das-Brot-6

Das-Brot-6

Und es ist wirklich absolut und oberlecker.

Kleiner Tipp am Rande: Das Topfbrot verzeiht sogar selbstgemahlenes Vollkornmehl.

Und deswegen hier und an dieser Stelle: 5 Sterne an : Das (!) Brot.

Hmmm.

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10 Antworten zu “*** Rezeptetester – Das (!) Brot ***

  1. bitte, so steht das aber nicht in meinem rezept 😉
    da heißt es: entweder 1/4 teaspoon (1 g) trockenhefe oder 1/8 (!) würfel frische germ und 250 (!) grad ofentemperatur. dann hätte es auch beim ersten mal geklappt, ohne davonrennendem teig und ohne kugerl. das brot nr. 6 schaut gut aus, verträgt aber noch mehr hitze/backdauer.
    viel spaß beim weiterbacken!

    • Frau Spätlese

      Hallo Katha, danke, dass Du auf Dein Rezept aufpasst. Ich werde die Anregungen hinsichtlich der Hefe berücksichtigen – bei der Backtemperatur hingegen bin ich doch eher vorsichtig . . . Aber es ist ein tolles Rezept, ich hab schon die komplette Familie dafür begeistern können! Danke nochmal. 😀

      • wunderbar. was ist das problem mit der backtemperatur? wenn der ofen kann, dann soll er!

      • Frau Spätlese

        Huch – Du bist aber schnell! 😉
        Können kann der Ofen schon. Es ist nurt ein sehr kleiner Ofen (Kombination aus Mikrowelle und Backofen) für den generell niedrigere Backtemperaturen empfohlen werden, als ich es sonst gewohnt bin . . .

      • verstehe. aber wenn er kann, dann würde ich’s mal probieren. schnelligkeit mit dem kommentar-abo kein thema 😉

  2. Das sieht wirklich total lecker aus!

  3. 😀 Das war ja ein Brot mit Hindernissen. Aber das Endresultat sieht sehr lecker aus. Ich muss meine Brotbackform suchen 😉

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