*** Kleine Lebensweisheiten ***

Friseur ist was tolles.

Beim Friseur muss man sich die Haare nicht selbst waschen und verkrampft mit dem Fön kämpfen. Nein, man darf machen lassen. Manchmal darf man auch, bevor man dran ist, in den vielen herumliegenden Zeitschriften, die man sonst nicht kauft, schmökern und sein angestaubtes Wissen über Königshäuser und über Noch- oder Nichtmehr-Prominente auffrischen.

Dinge, die man schon immer mal wissen wollte.

Manchmal schafft es aber auch die Friseuse, einem ein kleines Lächeln in das Gesicht zu zaubern und den Tag zu retten.

So wie bei mir.

Mit wohlig geschlossenen Augen ließ ich mir die Haare waschen . . . das dauert,  färben . . . das dauert, schneiden . . . und auch das dauert. Und alle diese Tätigkeiten untermalt von einem sanften Rauschen – dem Redefluss der Friseuse. Frau Spätlese hat auf Autopilot geschaltet und gibt nur gelegentlich brummende Geräusche von sich, die man mit viel gutem Willen vielleicht als ‚Ah, ehrlich‘ oder ‚So, so‘ deuten mag.

Bis auf einmal das Kleinhirn mental an die Tür klopft und zwecks Überprüfung und Abstimmung des Gehörten noch einmal den folgenden Text übermittelt:

„Ne und echt jetzt, wie das bei dem auf dem Hof aussieht. So von da hinten. Das geht doch nicht. Das kann man doch als Bürgermeister nicht machen. Das sieht doch da aus wie Sodder und Gemodder!“

*

Yepp!

Ich hab‘ noch den ganzen Tag vor mich hin gegrinst. Ach liebe Friseuse, you made my day!

😀

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