*** Unwirklich schön ***

Es ist ein unwirkliches Gefühl, nachts gegen halb eins irgendwo an der A 20 an der Tankstelle zu stehen, bei minus 15°C darauf zu warten, dass der Tank des Autos sich füllt und dabei zu zuschauen, wie die Schneeflocken im Lichte der hohen Straßenlaternen fast in Zeitlupe zu fallen scheinen.

Und solche Momente kann man erleben, wenn man nach einem Konzert in der Hamburger Laeiszhalle direkt nach Hause fährt und eben keine Nacht in Hamburg hintendran hängt. (Daran merkt man übrigens, dass man alt wird – wenn man nämlich die Nacht lieber im eigenen Bett verbringt und so morgens zu Hause aufwachen darf.)

Apropos Konzert in der Laeiszhalle:

Wir sahen und hörten die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen unter Leitung von Paavo Järvi mit der Symphonie Nr 4 von Robert Schumann und der Symphonie Nr 2 von Johannes Brahms.

Und die 4. von Schumann war derart mitreißend und mit Schwung gespielt, dass ich noch an der Tankstelle leise glücklich vor mich hinlächelte. Trotz -15°C.

Wenn Ihr also die Möglichkeit bekommen solltet Paavo Järvi die 4. von Schumann dirigieren zu sehen – da müsst Ihr unbedingt hin! Lasst es Euch nicht entgehen.

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