*** Man muss nicht verrückt sein . . . ***

. . . um an einem Tag fünf Sorten Kekse zu backen, eine Minestrone zu kochen und die Wäsche der Woche zu bügeln . . .

. . . aber es hilft dabei. 😉

Da hatte ich mir gestern heldenhaft einen Urlaubs-und-Kekse-Back-Tag verordnet, denn, wie wir alle wissen, der erste Advent kommt immer überraschend und nie sind Kekse da, wenn man sie braucht. Also war mein Plan, zuerst ganz entspannt sämtliche Keksteige anzurühren – denn die müssen eh‘ alle ruhen – und dann ganz easy ein Blech nach dem anderen abzubacken.

Soweit die Theorie . . .

In Praxis sah das Ganze so aus, dass ich schon beim ersten Teig tierisch am Fluchen war, weil ich mir schon wieder ein Rezept ausgesucht hatte, zu welchem man Schokolade reiben musste. Völlig blöd das. Denn erstens bricht die doofe Schokolade sowieso in immer noch kleinere und unreibbare Stücken und zweitens klebt sie dann überall und drittens ist sie so statisch aufgeladen nach dem Reiben, dass sie sich auch auf Arbeitsfläche, Schürze und Pullover ausbreitet . . . Aber ich bin ja schließlich ein Held und deswegen Sieger über die Schokolade.

Und als dann gegen 12:30 Uhr beim 3. Keksteig der Hausherr zum Mittag nach Haus kam, sah er ein überquellendes Abwaschbecken, zwischendrin eine 3/4 fertige Minestrone und eine Frau die mächtig hysterisch genervt angestrengt von einer Ecke zur nächsten flitzte . . .

Kekse1

Kekse1

Und weil auch der Hausherr ein Held ist, übernahm er erst einmal ganz fix den Abwasch während ich die Suppe zum Mittag vollendete. Ist doch alles gar nicht so schlimm . . .

Nach der verdienten Ruhepause dann der letzte Rundumschlag und noch während die letzten Bleche den Ofen ‚durchliefen‘ begann ich schon mit dem Bügeln. Höre ich da ein „Toll!“ ?

Pünktlich bevor der Kronsohn nach Hause kam waren alle Kekse fertig. Tadaa!

Kekse2

Kekse2

Dann die restliche Bügelwäsche während des Musikabends abarbeiten und abschließend brachte ich statt ‚Schlaf gut beim Schatz, gute Nacht bis Morgen‘ nur ein „N….“ raus und war schon eingeschlafen.

Jetzt habe ich nur noch den Teig für die braunen Pfeffernüsse im Kühlschrank, weil der da über Nacht liegen soll, gern auch zwei. Und das kam mir gestern sehr entgegen. Vielleicht wird er ja noch besser, wenn ich ihn drei Nächte im Kühlschrank lasse?

Und, wie backt Ihr so Eure Kekse?

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4 Antworten zu “*** Man muss nicht verrückt sein . . . ***

  1. Klarer Fall von Backwahn, würde ich attestieren… 🙂

  2. Hm, wie furchtbar entsetzlich lecker und herrlich ungesund. Wie backe ich meine Kekse? Auf jeden Fall ganz geruhsam und erst nach dem 1. Advent. Dies hier war mir ein abschreckendes Beispiel. Am 1. Advent ist man irgendwohin eingeladen, wo es Kekse gibt.
    Wer hat eigentlich während dieser Hektik- und Panikbackerei noch die zahlreichen illustrativen Fotos gemacht? Das beeindruckt mich denn nun doch ein wenig.
    Ich gestehe, ich schaue jetzt schon zum xten Mal dieses letzte Bild an. Wundervoll 🙂
    Einen wunderschönen backfreien 1. Advent 😉

    • Frau Spätlese

      Ähem, ich – mit mehlverschmierten Fingern. Ich bitte vorsorglich alle kamerafixierten Technikfreaks um Entschuldigung. Und soooo stressig war’s gar nicht – es war nur viel. Danke für die guten Wünsche – bin grad ganz entspannt am Zurücklehnen. *freu*