Tagesarchiv: 8. November 2011

*** Kommentiert: Unser täglich Brot . . . ***

Guten Appetit, Euch allen zusammen.

Was gibt’s denn so bei Euch auf dem Abendbrottisch? Lasst mal schauen. Ah – da sehe ich ein Dinkelvollkornbrot, da Toast, hey und da hinten sogar ein Ostseebrot, hallo herzlich willkommen. Und, ich staune, ein Karottenfrisch . . . Respekt! Von all den Landbroten, Urbroten, König Wilhelm Broten, Bierbroten ganz zu schweigen. Und die Unmengen Mischbrote, Weizen, Roggen-Dinkel-Vollkornbrote sind natürlich auch nicht zu übersehen.

Oh weh.

Und, fühlt Ihr Euch wohl so? So mit dem, was ihr da so esst, als Brot?

Ich frag nicht einfach so. Ich frag mit Absicht, ernsthaft.

Bei uns in der Familie (je schwiegerlicher desto schlimmer) gelte ich als ziemlich bekloppt, weil ich unser Brot komplett selber backe. Aus selbstgemahlenem Mehl.  Mit selbst gezogenem Sauerteig. Seit Jahren schon. Es gibt doch so tolles Brot zu kaufen. Und vor allem sooo gesundes.

Ja klar. Völlig klar.

Aber was ist drin, im Brot?

Man muss aber nicht Lebensmitteltechnologie studiert zu haben, um zu verstehen, dass bei den vielen großindustriellen Backmischungen welche heutzutage selbst schon viele Bäcker verwenden, mit Sicherheit einiges im argen ist und man nicht zuviel Vertrauen in das ‚Brot‘ haben sollte. Als interessierter Verbraucher liest man hier mal, und dort mal. Auf den Packungen für Fertigbackmischungen ist das ja relativ einfach. Habt Ihr das mal gemacht? Ich hab das gemacht und seitdem kaufe ich keine Fertigbackmischungen mehr!

Beim Bäcker im Laden ist das mit der Kennzeichnung da ja schon schwieriger und man möchte ja auch eigentlich lieber an das Gute im Menschen glauben. Möchte man. Meistens.

Tun Sie es lieber nicht.

Was bisher immer nur so ein unbestimmtes Bauchgefühl war, und in Diskussionen nicht wirklich als echter Beweis herhalten konnte – haben wir am Samstag im Radio gehört.

Am Samstag nämlich stürmte der Hausherr plötzlich in die Stube, schaltete das Radio ein und sagte: „Das musst Du hören!“ Die Folge war, dass wir nahezu 2 Stunden vor dem Radio verbrachten und teilweise immer nur wieder fassungslos den Kopf schüttelten.

Und das, dachte ich, muss ich eigentlich mit Euch teilen.

Es ging um das Brot. Um unser aller Brot. Das fast Lieblingsnahrungsmittel der Deutschen. Für einen kurzen Artikel als Überblick zur Kurzinfo klickt einfach mal hier:

Brot – zwischen Handwerkskunst und Massenware – der Artikel-

Und wenn Ihr dann mal reinhören wollt in die insgesamt zwei Stunden: nehmt Euch Zeit und klickt erst hier:

Brot – zwischen Handwerkskunst und Massenware – Teil  1-

und dann für die zweite Stunde hier:

Brot – zwischen Handwerkskunst und Massenware – Teil  2-

Das jedenfalls wollte und musste ich einfach mit Euch teilen.

Und kommt mir jetzt nicht mit: „Na, du hast es ja gut, arbeitest von zu Haus aus und kannst mal so eben nebenbei Brot backen.“ Das stimmt zwar einerseits, aber andererseits arbeitet keiner von Euch 7 Tage am Stück. Und an einem freien Tag kann man locker nebenher Brot backen – da es ohnehin die meiste Zeit ruht und geht. Man muss ja nicht gleich mit Sauerteig anfangen. Man kann ja vielleicht erst einmal mit einfacher Hefe beginnen. Aber schon dort weiß man dann: Was ist drin, in meinem Brot?

Nur das, was ich rein getan habe.

Ein gutes Gefühl.

Guten Appetit!

Holunderbrot

Holunderbrot

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