*** Rezeptetester – Folge 4 ***

Weil man (frau) ja nicht immer die selben Fehler machen kann – heute mal einen Rezeptetester mit Herkunftsnachweis. Tusch und Strike! Aus der unendlich großen Welt der Kochbücher gibt es heute ein Rezept aus:

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“ Nanny Oggs Kochbuch“

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Nanny-Oggs-Kochbuch

Nanny-Oggs-Kochbuch

Als echter Terry Pratchett Fan genügt es nämlich nicht, alle seine Romane im Regal zu versammeln. Nein! Der Vollständigkeit halber gehören natürlich von ihm veröfentlichte (Scheibenwelt-) Kochbücher ebenfalls dazu. Und dieses Kochbuch ist das einzige Kochbuch, was ich schon mehrmals (mit Vergnügen) von vorn bis hinten gelesen habe.

Und weil ich gar nicht anders konnte, musste ich natürlich auch etwas daraus ausprobieren. Über die Anfängerstufe in Form von ‚Brot und Wasser‘ nach Lord Vetinari bin ich natürlich schon hinaus – ich entschied mich für etwas Anspruchsvolleres. Und zwar für das Rezept auf Seite

64 – den ‚Erdbeerwackler‘.

Für 4 bis 6 Erdbeerwackler benötigt man 2 – 3 Päckchen Gelatine, 300 ml kochendes Wasser. 250 g Erdbeeren, 150 ml Schlagsahne, 2 EL Puderzucker, Erdbeereis, 4 – 6 große Flötengläser.

(Ich habe – in Ermangelung von Edbeeren – Johannisbeeren verwendet – geht auch.)

Die Gelatine in Wasser auflösen (Ich nehme ungefähr 1/2 Tasse Wasser-Zitronensaft-Gemisch). Anschließend vorsichtig erhitzen, bis sich die Gelatine gelöst hat. Nicht kochen! Dann wieder abkühlen lassen. Die Erdbeeren waschen, putzen und pürrieren. Den größten Teil der Schlagsahne (2/3) und des Zuckers hinzugeben (der Rest bleibt für Dekorationszwecke). Alles sollte jetzt die Konsistenz eines Milchshakes haben. Nun die abgekühlte Gelatine unterrühren und alles auf  die Flötengläser verteilen. Sieht dann ungefähr so aus:

Erdbeerwackler

Erdbeerwackler

(Na gut – ich habe hier auf die Schlagsahne verzichtet – die Hüften – Ihr wisst. Sonst wäre das ganze etwas mehr rosafarben . . . )

4 – 5 Stunden im Kühlschrank kühlen. Die Masse sollte (sehr) fest sein. Nun die Wackler vorsichtig aus den Gläsern stürzen (hier hilft ein kurzes Tauchbad in warmem Wasser um das Zeug aus den Gläsern zu bekommen) und auf einen Teller setzen. Hochkant und mit zwei Eiskugeln (an gewünschter Stelle) servieren. Eventuell gern noch etwas Schlagsahne . . . Das ganze schaut so aus:

Zensiert

Zensiert

Oups – sorry.

Aber da müsst Ihr Euch wohl selber ein Bild machen.

Der Hausherr hat jedenfalls herzhaft gelacht.

😉

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14 Antworten zu “*** Rezeptetester – Folge 4 ***

  1. Ich, bei dem versuch mir das Arrangement vorzustellen auch. Besonders mit dieser Farbe.
    Herrlich!!!

    • Frau Spätlese

      Ich wusste schon beim ersten Lesen des Rezeptes, dass ich das unbedingt ausprobieren muss! 😀

  2. Ja, die roten Gläser sehen schon mal gut aus und dass es mit Eis und Sahne schmeckt, kann ich mir auch vorstellen. Nur, schade … ich hätte doch zu gern dieses Gesamtkunstwerk noch gesehen 😦 😉

  3. Hah, nicht nur ein Pratchett-Fan, nein auch noch gerade dieses Kochbuches. Frau Spätlese, ich wußte, ich bin hier richtig. Aber mit zwei Jungpubertisten mache ich gerade dieses Rezept vorläufig lieber nicht. (Es sei denn, sie ärgern mich zu sehr. Dann gibt es das zu ihrer Geburtstagsparty, vollkommen ahnungslos guckend…)

    • Frau Spätlese

      Lol – ich stelle mir gerade die Gesichter der Jungpubertisten vor! Falls es mal soweit kommen sollte, bitte unbedingt darüber berichten.
      *grinstvorVorfreude*

    • Frau Fröschle

      *kicher* dieses Kochbuch liebe ich – ausprobiert habe ich allerdings noch nichts. Beim ersten Lesen dieses Rezeptes von viiiiielen Jahren mußte ich spontan an Loriots „Kosakenzipfel“ denken. Als ich eben das unszensierte Foto sah, habe ich zur Freude aller hier im Büro lauthals gelacht.

      Freut mich zu lesen, daß ich mit meiner Vorliebe für skurrilen Humor nicht so alleine bin 😉

      LG
      Frau Fröschle

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