*** Sieben Tage zum Glück ***

Eine kurz Anleitung.

1. Tag:

stehen Sie früh um 5:00 Uhr auf (je länger der Tag, um so mehr Glück können sie haben) – stopfen Sie alle Koffer (die Sie am Vortag hoffentlich gepackt haben) in das Auto und fahren los – vergessen Sie Ihren Kaffee-auf-die-Hand im Haus (die Vorfreude auf den ersten Koffeinflash an der ersten Raststätte ist immens) – nehmen Sie nach dem Einchecken ein kleines Frühstück im Flughafenrestaurant – fliegen Sie über die Alpen in Richtung Süden – lassen Sie sich nach der Landung von Ihrem Partner erzählen, dass er sich die Zeit, in welcher er auf Sie am Flughafen warten musste, mit einem überraschenden Papstbesuch vertrieben hat – mieten Sie sich ein Auto und fahren Sie in ein hübsches Hotel Ihrer Wahl – machen Sie zum Ausklang des ersten Tages einen ersten Spaziergang zum Meer und lassen sich von den stürmischen Wellen beeindrucken

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2. Tag:

freuen Sie sich über den Ausblick auf das Meer, den Sie vom Balkon Ihres Hotelzimmers haben – genießen Sie das üppige Frühstück vom Büffet – verzichten Sie dabei auf keinen Fall auf die variantenreichen Süßgebäcke – erkunden Sie Ihren Urlaubsort zu Fuß – freuen Sie sich über die engen Gassen und über die Sonne, die Ihnen die Schultern wärmt – wandern Sie ausgiebig am Meer entlang – lassen Sie sich an der Mole die Gischt in’s Gesicht wehen und entdecken Sie am Strand ein idyllisch abgelegtes Fischerboot – halten Sie Mittagsruhe – genießen sie einen Aperol Sprizz im zimmereigenen Whirlpool

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3. Tag:

packen Sie leichtes Handgepäck für eine zwei-Tages-Tour ins Auto (das all-inclusive-Hotel wird Ihre Abwesenheit verschmerzen) und fahren Sie noch weiter in Richtung Süden – wenn es nicht mehr weiter südlich geht, halten Sie eine kleine vorzügliche Mittagspause mit nur Vorspeisenvariationen in einem ****-Restaurant – fahren Sie auf die Fähre und genießen die Überfahrt – freuen Sie sich anschließend über die kleinen engen gewundenen Bergstraßen – suchen Sie sich eine kleine ‚Agriturismo‘ für die nächsten zwei Nächte – genießen Sie einen Schluck Hauswein auf der großen Terasse mit Blick auf den rauchenden Vulkan 

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4. Tag:

genießen Sie das ländlich einfache Frühstück, dass Ihnen der Boy auf der sonnigen Terasse serviert – anschließend steigen Sie in das Auto und genießen noch mehr und noch ausgiebiger als am Vortag die herrlich gewundenen Serpentinenstraßen und ’schrauben‘ sich den Berg hoch – die letzten Höhenmeter dürfen Sie mit Gondel und Jeepbus zurücklegen – halten Sie die Hände auf den vollständig mit schwarzer Vulkanasche bedeckten Boden (er ist wärmer als Ihre Hände) – wandern Sie um einen Nebenkrater, aus welchem es aber ebenfalls raucht – machen Sie Fotos zum Beweis, dass Sie auf einem aktiven Vulkan gestanden haben – freuen Sie sich, dass Sie heil wieder wegkommen und ’schrauben‘ sich wieder die Serpentinen herab zu Ihrer Agriturismo – dort naschen Sie bis zum Abendbrot Weintrauben frisch von der Rebe und genießen ein tolles Abendessen am Kamin

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5. Tag:

genießen Sie frische Granatäpfel vom Baum beim Sonnenaufgang – freuen Sie sich, das die Katzen des Bauernhofes erst auf den Frühstückstisch springen, als Sie glücklicherweise bereits fertig sind – packen Sie Ihre Sachen und genießen wieder die herrlich engen, gewundenen Straßen der Insel – nehmen Sie erneut die Fähre und fahren anschließend zum Hotel – bummeln Sie noch ein wenig durch den Ort auf der Suche nach Souveniers – finden Sie neue Wege zum Hotel, vorzugsweise am Strand entlang – nehmen Sie ein leckeres Abendrot auf der Restaurantterasse des Hotels zu sich – setzen Sie sich mit einem Buch bei einem Glas Prosecco in die gemütlichen Sessel bei der Bar

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6. Tag:

machen Sie mit dem Auto einen Ausflug in die Berge – entdecken Sie Feigenbäume und naschen Sie reife Feigen vom Baum – lassen Sie den Schafen die Vorfahrt – halten Sie in einem winzigen Bergdörfchen an und bereiten dem Inhaber der dortigen Bar die Freude, Ihnen zwei ganz hervorragende Capuccini zu servieren – gucken Sie nicht zu streng auf die Karte, es ist hinterher viel spannender rauszufinden, wo Sie denn nun schon wieder gelandet sind – kaufen sie frische, grüne Oliven, weil Sie diese zu Hause endlich auch einmal selbst einlegen wollen – anschließend legen Sie sich an den Strand und halten Ihre roten Fußnägel in die Sonne (wozu haben Sie die schließlich sonst getüncht?) – freuen Sie sich über die kunstvolle Dekoration des Abendbüffets

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7. Tag:

wandern Sie durch Ihren Urlaubsort auf der Suche nach dem samstäglichen Obst- und Gemüsemarkt – wenn Sie diesen nicht finden, fragen Sie ruhig andere Touristen, welche bereits mit Obsttüten in der Hand durch die Gegend laufen – lassen Sie sich vom leichten Regen nicht stören – genießen Sie die Atmosphäre des Marktes und beobachten, wie die Kleinbauern ihre eigenen Produkte verkaufen – kaufen Sie Feigen, eingelegte Pilze und Käse – auf dem Rückweg zum Hotel freuen Sie sich über das leuchtende Blau des Meeres – gehen Sie zum Abendessen in ein ganz hervorragendes Geheimtipp-Fisch-Restaurant – auf dem Weg dorthin sammeln Sie die Urlauber ein, welche Ihnen am Vormittag den Weg zum Markt gezeigt haben und nehmen diese dorthin mit – freuen Sie sich, dass die Bedienung Sie wiedererkennt und verbringen Sie dort einen gemütlich angeregten Abend – lassen Sie sich beim Abschied von der Familie umarmen – packen Sie Ihre Koffer, da Sie am nächsten Tag wieder nach Hause fliegen

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So einfach ist das!

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10 Antworten zu “*** Sieben Tage zum Glück ***

  1. Ja, dass klingt schön. War es der Ätna? Liebe Grüße
    Juniwelt

  2. Das war bestimmt eine schöne und erholsame Woche 🙂 Sowas könnte ich glatt an mein langes Wochenende noch dranhängen 😉

    • Ich könnte sowas glatt an die Woche noch einmal ranhängen – erst recht jetzt, wo das hier so furchtbar kalt ist. Brrrr.

  3. Was für eine herrliche Woche!!!!

    LG Conny

  4. Boey, toll. Sieht absolut klasse aus,Beschreibung und Foto sind super. Ich liebe ja diesen kalten, stürmischen Herbst sehr, aber ein klein wenig Neid kommt da schon auf.

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