*** Rezeptetester – Folge 3 ***

Okee, okee, okee. Ich geb’s gleich zu Anfang zu. Komm‘ ich eh nicht dran vorbei. Es ist das Übliche. Ich hab mal wieder beim Stöbern in Euren Blogs ein schönes Rezept gefunden und jetzt hab ich vergessen wo! Das ist wiedereinmal typisch – aber bei der Flut von Blogs . . .

Und wie es kaum anders sein kann, gibt es natürlich wieder einmal ein Problem. Natürlich. Wieder einmal.

Es geht um ‚Zimtschnecken‘. Es ist Herbst, nur noch wenige Tage bis Weihnachten (Wer lacht da?) also ist Zimt erlaubt.

Als ich nämlich das Rezept fand, dachte ich nur so bei mir: ‚Eh, das ist total klasse. Einfach wie mein Hefekuchenrezept. Und klingt total lecker.‘ Folglich habe ich es ausprobiert . . . ohne mir die Quelle zu merken . . .  und ohne mir das Rezept auszudrucken. Wozu auch?

Ich nehme also 450 g Mehl, 250 ml handwarme Milch, 2 Eier, 1 Päckchen Vanillezucker, ca. 60 g Butter, eine Prise Salz und 40 g Frischhefe für den Teig. Die Zubereitung ist denkbar einfach. Wie jeder andere Hefekuchen auch.

In der handwarmen Milch löse ich die Frischhefe auf, füge von dem abgewogenen Mehl 4 EL Mehl dazu und ebenfalls etwas vom Zucker. Diese Mischung lasse ich bei Zimmertemperatur etwa 20 – 30 Minuten gehen – es sollten sich Blasen bilden. Amschließend verknete ich diesen Vorteig mit allen anderen Zutaten- Hier darf man beim Kneten nicht schüchtern sein. Ich plädiere sogar für ‚eher etwas länger‘. 5 Minuten sollten es mindestens sein.Anschließend geht der fertige Teig für 2 bis 3 Stunden (je nachdem wie man mit Haushalt bzw. Einkäufen klar kommt) im Backofen.

Dann wird der Teig noch einmal herzhaft geknetet und schön dünn und groß rechteckig ausgerollt. Ach was, falsch! ich rolle meinen Hefeteig nicht aus – ich ziehe und streiche ihn aus.

Wenn er schön breit im Rechteck liegt, wird er mit zerlassener Butter bestrichen (Achtung: nicht zu heiß!), dann mit Zimt-Zucker bestreut und anschließend aufgerollt. So kann man dann davon schön Scheibchen abschneiden und diese hübsch dekorativ auf’s Blech legen. Sieht im Übrigen so aus:

Zimtschnecken-1

Zimtschnecken-1

Jetzt im Backofen (mit eingeschalteter Beleuchtung – das wärmt schön durch) ca 30 Minuten gehen lassen. Und das sieht dann so aus:

Zimtschnecken-2

Zimtschnecken-2

Dann backen. Hier kommt es auf Eure Erfahrungswerte mit Eurem Backofen an. Ich backe Hefekuchen bei 180°C ca 25 – 30 Minuten lang. Und das sieht bei mir dann so aus:

Zimtschnecken-3

Zimtschnecken-3

So weit so gut.

Jetzt hab ich nur ein Problem. Warum sind die Dinger zu trocken? Gehört da Zuckerguß drauf? Oder hab ich zu wenig Butter auf dem Teig ausgestrichen? Oder kommen vor dem Backen noch Butterflocken drauf?

Lieber Bloggergemeinde – hilf.

Ich würde die Dinger ja gern noch einmal backen. Denn der Ansatz und erste Versuch waren ja wirklich lecker. Aber beim nächsten Mal sollten die tatsächlich etwas saftiger sein.

Sonst verfüttert der Hausherr die tatsächlich noch an die Hühner . . .

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8 Antworten zu “*** Rezeptetester – Folge 3 ***

  1. Zu trocken heisst oftmals (nicht immer) zu lange gebacken. Vielleicht 5 Minuten eher raus. Ich mess immer mit dem Thermometer. Und nie auf Convection! Schau doch mal bei mir vorbei, ich hab vor eine paar Tagen auch welche gebacken, da kommt in Original noch ein Guss drauf, der die Schnecken saftiger werden laesst. Ich hab den weggelassen, da es mir sonst zu suess wurde.
    Hier das Link: http://www.mygermankitchen.com/2011/09/fall-impressions-and-pumpkin-cinnamon.html
    Hier aber mein Lieblingsrezept. Kann ich nur empfehlen!! Ist mit Suesskartoffeln, super leicht, locker UND saftig.
    http://www.mygermankitchen.com/2011/05/sweet-potato-cinnamon-buns-with.html
    Good luck!

    • Zu lange gebacken kann natürlich auch sein . . . obwohl ich das ‚eigentlich‘ nach vielem Experimentieren auch (relativ) im Griff habe. Danke für die Links! Das sieht aber auch wirklich lecker aus!
      LG

      • Ich wollte eben NUR eine Tasse Tee trinken…und jetzt muss ich doch noch ein Stückchen Kuchen dazu haben…….
        Zu den (sehr lecker aussehenden) Schnecken kann ich leider nichts sagen, da ich sie noch nie gemacht habe, ich weiß nur, dass in Dänemark immer noch Zuckerguß draufkommt – aber das ist dann so süß, dass mans kaum ertragen kann. Allerdings auch sehr saftig.
        Viel Spaß beim weiter Testen !

        LG Annette

      • Frau Spätlese

        Nur Tee ist ja außerdem auch langweilig! Der schmeckt mit einem Stückchen Kuchen wirklich viel besser! 😉

  2. Die weltbesten Zimtschnecken kommen von Katha von Esskultur.at: http://www.esskultur.at/index.php/2010/02/21/zimtschnecken-nicht-irgendwelche/ – laut dem schwedischen Teil meiner Familie fast so gut wie die vom besten Bäcker auf Gotland, und das will was heissen. Und das Rezept ist narrensicher. Ichnehme etwas mehr Zimtzucker als sie, wir mögen es süsser, halte mich aber ansonsten sklavisch daran.

  3. Also, ich würde mal sagen, es liegt an den Eiern. Ich kenne den Teig mit 1 Ei oder mit gar keinem Ei. 2 Eier sind im Hefeteig zu viel, aber ob er davon trocken wird, keine Ahnung.
    LG Ursel

    • Ohh – ich backe meinen ’normalen‘ Hefeteig immer mit 2 Eiern – und trocken wird der nicht. Den Gugelhupf sogar mit 3!
      Aber bei dem Rezeptlink von Monika werden auch gar keine verwendet. Hmm – ich werde also probieren und berichten.

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