Monatsarchiv: Oktober 2011

*** Zuwachs in der Villa Huhn ***

Nein, eigentlich nicht wirklich Zuwachs (Von dem mißglückten Brutversuch habe ich ja bereits erzählt.), sondern ein Zukauf. Da jetzt Herbst ist und der Winter vor der Tür steht und nun die für Hühner wichtige Zeit kommt, in welcher sie ihre Qualitäten als Frikassee, Broiler und Hühnerbrühe in der menschlichen Ernährung unter Beweis stellen können.

Langer Satz.

Heißt kurz: Es wird geschlachtet werden. Und damit wir danach auch noch Hühner (und Eier) haben, muss man also vorher schon für Nachschub sorgen. Also Vorschub. Oder so.

Also habe ich Hühnernachschub besorgt und damit wir also in diesen schwarz-weißen Hühnerhaufen . . .

Sussex-weiss-schwarz

Sussex-weiss-schwarz

 

. . . noch etwas Farbe bekommen, habe ich mich für  Sussex braun-gelb Columbia entschieden. Sussex sollten es wieder sein. Erstens weil wir wirklich selber die Erfahrung gesammelt haben, dass das eine friedliche und zahme Rasse ist und zweitens weil so ein Sussex-Hahn wie unser Willi kleinere Hühner einfach mal ‚platt‘ machen würde, mit seinem Gewicht.

Also haben wir seit einer Woche jetzt 3 neue Damen im Hühnerzirkus. Nämlich diese:

Sussex-gelb-braun

Sussex-gelb-braun

 

„Wenn Sie denen wirklich einen Gefallen tun wollen, setzen Sie sie nachts einfach auf die Stange dazu. Dann nehmen die schon so ein bisschen Stallgeruch an. Und morgens beim Aufwachen sind die drei eben schon da – dann werden die nicht so gejagt.“ Sagte der Züchter, als er mir die wertvolle Fracht übergab.

Nichts leichter als das. So ein schlaftrunkenes Huhn einfach mal durch die Gegend zu tragen ist schon witzig. Jedenfalls wachten am Sonntag Morgen vor einer Woche alle Hühner gemeinsam in einem Stall auf . . .

Seitdem üben wir Integration.

Am ersten Tag spazierten die drei neuen Grazien erst einmal in aller Seelenruhe über das Hühnergelände, verschafften sich einen Überblick und versuchten sich ersteinmal untereinander über die Hackordnung klar zu werden. Bevor sie sich mit den Alteingesessenen auseinandersetzen mussten. Da habe ich mich schon gefreut, wie leicht und toll das doch diesmal geht.

Von wegen.

Jetzt sind wir eine Woche weiter und die Situation ist wie folgt: Morgens, wenn die Hühnerklappe aufgeht, stürmen die Alten raus, Futter fassen. Verfressenes Volk das! Die Neuen bleiben auf der Stange sitzen und harren der Dinge, die da kommen mögen. Das bin ich! Und ich erkläre ihnen jeden Morgen geduldig, dass ein neuer schöner Tag ist, dass dort draußen lecker Futter steht und dass ich jetzt bitte diesen Stall sauber machen möchte. Nach einer mehrere Minuten langen Ansprache habe ich die drei soweit motiviert, dass sie nach draußen gehen, wo Willi sie schon sehnsüchtig erwartet.

Vor ihm retten sie sich mit einem kurzen Sprint unter die Hecke. Und dort sitzen sie dann. Immer in der Nähe des Futternapfes. Denn sie haben schon gelernt: Wenn die Alten satt sind und über das Gelände spazieren ist genug Zeit, auch selber Futter zu fassen. Also sitzen sie unter der Hecke und warten. Seit 2 Tagen nun schleichen sie auch schon mal um den Futternapf, wenn die anderen noch fressen. Was, wenn sie zu dicht kommen, mit gezieltem Gehacke quittiert wird. Aber sie werden mutiger. Das ist wichtig. Ob die Alten nun toleranter werden? Keine Ahnung. Manchmal möchte ich die Alten einfach mal am Kamm packen und mit vorzeitigem Brühvorgang drohen, wenn sie sich nicht endlich bequemen, große, liebevolle Familie zu spielen . . .

grrrrr

Aber das geht so nicht. Wenn ich ganz ehrlich bin, kann ich mich auch nicht erinnern, wie lange es im Frühjahr gedauert hat, bis wir unseren schwarz-weißen Zukauf integriert hatten. Warum soll man sich so etwas Wichtiges auch merken?

Schön ist jedenfalls, dass die Neuen das allein in den Stall gehen ganz prima beherrschen und durchaus auch schon mal die ersten sind, die im Stall verschwinden. Was nicht heißt, dass sie die besten Plätze bekommen. Auch hier analog zum Frühjahrsnachkauf: Sie sind (vorerst noch) die letzten in der Hackordnung und müssen deshalb auch unter (!) den anderen Hühnern nächtigen. Sich also unterordnen. Was nichts anderes heißt, als dass sie auf dem Gitterrost kauern, während die Alten huldvoll auf der Stange darüber hocken.

Dieses Volk!

Heute aber habe ich beobachtet, dass ein Neuzugang schon mal ganz interessiert näher gekommen ist, als ich die Alten aus der Hand gefüttert habe. Es ist und bleibt also spannend. Von wegen Hühner sind schlichte Gemüter.

 

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*** Es ist abends . . . ***

Langsam werden die Augen immer kleiner, beim Lesen kommt man nicht mehr voran, die Stricknadel ist mir schon zwei Mal aus der Hand gerutscht.

Wir beschließen, es ist Bettzeit. Stellen die Gläser in die Küche, legen die Decke auf der Couch ordentlich zusammen. Der Hausherr verschwindet schon mal im Bad.

Ich beginne, den Küchentisch leer zu räumen. Das hört der Hausherr. Und als er mit Zahnbürste im Mund aus dem Bad kommt und neugierig guckt, bin ich gerade dabei, eine weitere Platte in unseren Küchentisch einzulegen.

„Warum ziehst Du den Tisch aus?“ Halbverwundertes Staunen.

Naja . . .  pfft . . . es ist wegen der . . . naja . . . pfft . . . wegen der ganzen Aufbauten. Ich rudere mit den Armen als wollte ich die ganze Welt umfassen. Warum muss ich das jetzt erklären?

„. . . der ganzen Aufbauten . . .  ?“ Er will es tatsächlich erklärt haben.

Erneutes weltumamendes Rudern auf meiner Seite . . . naja . . . wegen der AUF-BAU-TEN doch! Ich verdrehe die Augen.

Dann dämmert es ihm. „Ach, DAS meinst Du. Na, du aber auch wieder . . . “ Er lächelt.

Und außerdem, sage ich, brauche ich den Platz für die 49 Kerzen.

„Och, nö! Ich will aber keine 49 Kerzen!“ Dafür geht sogar die Zahnbürste aus dem Mund.

Natürlich! Das gehört dazu! Selbstverständlich kriegst Du 49 Kerzen! Und jetzt geh‘ schon mal hoch ins Bett, ich hab hier noch zu tun.

„Ich will aber keine 49 Kerzen.“ Brummelt er auf dem Weg ins Bett. „Dann stehe ich morgen nicht auf!“

Ich bin kurz vor einem Lachanfall und dekoriere den Tisch schnell mit Tischdecke, Blumen und den vorbereiteten Geschenken. Als ich mich dann auch endlich ins Bett sinken lassen, höre ich aus der anderen Betthälfte erneut: „Ich will aber keine 49 Kerzen. Dann stehe ich morgen nicht auf!“

Ich beuge mich herüber, küsse ihn auf die Nasenspitze. Schlaf gut, Du brauchst keine Angst zu haben, Du bekommst keine 49 Kerzen. „Na, denn ist ja gut“ seufzt der Hausherr und kann nun in Ruhe einschlafen.

*

*

*

Irgendwann am nächsten Morgen noch vor dem Weckerklingeln fängt mein Gehirn an zu arbeiten. Das tut es manchmal. Also, das Arbeiten VOR dem Weckerklingeln, zu nachtschlafender Zeit also. Und ein kleiner mahnender Zeigefinger klopft sanft an meine Gehirnwindungen und fragt an, ob ich denn Bitte noch einmal nachrechnen könnte . . . Irritiert tue ich das.  Rechne noch einmal nach. Vergleiche mit dem Alter seiner Schwester . . .

oooohhhmmm . . . und halte mir vor Scham die Hände vor die Augen.

Als wenige Minuten später der Wecker klingelt und der Hausherr die Augen öffnet, gratuliere ich ihm zum Geburtstag. Und raune ihm ganz leise ins Ohr. Du brauchst keine Angst zu haben. Es gibt keine 49 Kerzen. Es sind nur 48!

😉

*** Rezeptetester – Folge 4 ***

Weil man (frau) ja nicht immer die selben Fehler machen kann – heute mal einen Rezeptetester mit Herkunftsnachweis. Tusch und Strike! Aus der unendlich großen Welt der Kochbücher gibt es heute ein Rezept aus:

*

“ Nanny Oggs Kochbuch“

*

Nanny-Oggs-Kochbuch

Nanny-Oggs-Kochbuch

Als echter Terry Pratchett Fan genügt es nämlich nicht, alle seine Romane im Regal zu versammeln. Nein! Der Vollständigkeit halber gehören natürlich von ihm veröfentlichte (Scheibenwelt-) Kochbücher ebenfalls dazu. Und dieses Kochbuch ist das einzige Kochbuch, was ich schon mehrmals (mit Vergnügen) von vorn bis hinten gelesen habe.

Und weil ich gar nicht anders konnte, musste ich natürlich auch etwas daraus ausprobieren. Über die Anfängerstufe in Form von ‚Brot und Wasser‘ nach Lord Vetinari bin ich natürlich schon hinaus – ich entschied mich für etwas Anspruchsvolleres. Und zwar für das Rezept auf Seite

64 – den ‚Erdbeerwackler‘.

Für 4 bis 6 Erdbeerwackler benötigt man 2 – 3 Päckchen Gelatine, 300 ml kochendes Wasser. 250 g Erdbeeren, 150 ml Schlagsahne, 2 EL Puderzucker, Erdbeereis, 4 – 6 große Flötengläser.

(Ich habe – in Ermangelung von Edbeeren – Johannisbeeren verwendet – geht auch.)

Die Gelatine in Wasser auflösen (Ich nehme ungefähr 1/2 Tasse Wasser-Zitronensaft-Gemisch). Anschließend vorsichtig erhitzen, bis sich die Gelatine gelöst hat. Nicht kochen! Dann wieder abkühlen lassen. Die Erdbeeren waschen, putzen und pürrieren. Den größten Teil der Schlagsahne (2/3) und des Zuckers hinzugeben (der Rest bleibt für Dekorationszwecke). Alles sollte jetzt die Konsistenz eines Milchshakes haben. Nun die abgekühlte Gelatine unterrühren und alles auf  die Flötengläser verteilen. Sieht dann ungefähr so aus:

Erdbeerwackler

Erdbeerwackler

(Na gut – ich habe hier auf die Schlagsahne verzichtet – die Hüften – Ihr wisst. Sonst wäre das ganze etwas mehr rosafarben . . . )

4 – 5 Stunden im Kühlschrank kühlen. Die Masse sollte (sehr) fest sein. Nun die Wackler vorsichtig aus den Gläsern stürzen (hier hilft ein kurzes Tauchbad in warmem Wasser um das Zeug aus den Gläsern zu bekommen) und auf einen Teller setzen. Hochkant und mit zwei Eiskugeln (an gewünschter Stelle) servieren. Eventuell gern noch etwas Schlagsahne . . . Das ganze schaut so aus:

Zensiert

Zensiert

Oups – sorry.

Aber da müsst Ihr Euch wohl selber ein Bild machen.

Der Hausherr hat jedenfalls herzhaft gelacht.

😉

*** 11 sind 9 zuviel ***

Oder: Wir lernen fliegen!

Nun sind alle 9 Entenküken ausgewachsen. Groß. Kaum noch von den Elterntieren zu unterscheiden. Es fehlt eigentlich nur noch die typisch markante Färbung der Herren, damit wir Männlein und Weiblein unterscheiden können. Bisher erkennen wir eigentlich nur Rudi, den Vater, absolut sicher. Und es fehlt, dass sie fliegen können. 11 große Enten auf dem Hof und auf dem Teich sind eine Herausforderung an die Toleranz. Kein: ‚Ich geh mal schnell in Hausschuhen zum Gewächshaus . . . ‚ Das ist nicht zu empfehlen. Die überaus gut funktionierende Verdauungstätigkeit der 11 geflügelten kleinen Nervensägen sprenkelt den Garten, die Wege und die Terrasse eindrucksvoll. Dazu kommt, dass sie sich sehr energisch ihr Futter erbetteln. Unsere Devise, einfach weniger zu füttern, dann fliegen sie bestimmt bald weg, ist nicht aufgegangen. Im Gegenteil! Reduziertes Füttern führt zu lautstark geschnatterten Beschwerden, so das wir jetzt erstmals in der Zeit seit wir hier wohnen, sogar lauter sind als unsere Nachbarn. Also, haustiertechnisch gesehen.

Über Nacht geht das ja alles noch. Dann unterscheiden wir uns kaum. Aber wehe der Wecker klingelt. Da wir grundsätzlich bei offenem Fenster schlafen, hört mindestens eine Ente das garantiert – und wir werden mit lauten Gegaacke aus dem Haus gerufen. Und Sonntags kann es durchaus sein, dass die Herrschaften Enten keine Lust haben, auf das 7:00 Uhr-Weckerklingeln zu warten. Dann rufen sie uns auch gern früher raus. Glücklicherweise wird es jetzt morgens später hell. Ich habe mich, glaube ich, noch nie so darüber gefreut.

Und in dem Augenblick, wo einer von uns das Haus verlässt, hat er innerhalb weniger Millisekunden sofort den ganzen 11erpack Enten an den Hacken, welche ihm schnatternd folgen. Da so ein Mensch relativ große Schritte machen und sich folglich recht zügig voran bewegen kann, klingt es enorm lustig, wenn 11 kurze Entenfüßchenpaare versuchen, in diesem Tempo hinterher zu patschen . . .

Und wehe, wir laufen NICHT draußen rum. ann werden wir raus gerufen. Energisch! Lautstark! Peinlich.

Jedenfalls üben wir jetzt fliegen. Auf diese Idee hat uns die beste Nachbarin von allen gebracht. Da ja alle Enten immer noch völlig furchtlos aus der Hand fressen, hat man ruck zuck eine gegriffen und wirft sie in Richtung Teich. Und siehe da – sie fliegen schon ein wenig. Das macht richtig Spaß (also, zumindest uns) und ich glaube, für die Enten ist es auch nicht schlimm, denn die kommen sofort wieder. Schwimmen an Land, watscheln zu uns und reihen sich wieder ein. Der Hausherr hat es zum Beispiel nicht geschafft, alle 11 gleichzeitig im Teich zu haben. Sie waren einfach zu schnell wieder zurück bei ihm.

Wenn wir dann gefüttert haben, halten sie Siesta. Ein Verdauungspäuschen. Ein kurzes. Entsprechend sieht das Entenhaus mittlerweile aus. Unser wunderschönes Entenhaus ist kaum noch wieder zu erkennen.

Entenhaus

Entenhaus

 

Und so ganz nebenbei, wird der Teich immer trüber. Am Ufer flusen Federchen und Sachen, von denen wir lieber nicht wissen wollen, was es ist. Und der Hausherr wird immer deprimierter, wenn er sich den ehemals klaren Teich, der jetzt nur noch eine trübe Entenbrühe ist, anschaut.

Los fliegt weg! Begrüßt er sie morgens. Los fliegt jetzt weg, verabschiedet er sie abends.

Keine Chance, sagt der Nachbar, die haben Euch adoptiert.

Und ganz heimlich stelle ich mir vor, sie bleiben tatsächlich und brüten nächstes Jahr hier. Wenn nur die Hälfte Weibchen sind, und die jeweils auch wieder 9 groß kriegen . . .

*** Sieben Tage zum Glück ***

Eine kurz Anleitung.

1. Tag:

stehen Sie früh um 5:00 Uhr auf (je länger der Tag, um so mehr Glück können sie haben) – stopfen Sie alle Koffer (die Sie am Vortag hoffentlich gepackt haben) in das Auto und fahren los – vergessen Sie Ihren Kaffee-auf-die-Hand im Haus (die Vorfreude auf den ersten Koffeinflash an der ersten Raststätte ist immens) – nehmen Sie nach dem Einchecken ein kleines Frühstück im Flughafenrestaurant – fliegen Sie über die Alpen in Richtung Süden – lassen Sie sich nach der Landung von Ihrem Partner erzählen, dass er sich die Zeit, in welcher er auf Sie am Flughafen warten musste, mit einem überraschenden Papstbesuch vertrieben hat – mieten Sie sich ein Auto und fahren Sie in ein hübsches Hotel Ihrer Wahl – machen Sie zum Ausklang des ersten Tages einen ersten Spaziergang zum Meer und lassen sich von den stürmischen Wellen beeindrucken

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2. Tag:

freuen Sie sich über den Ausblick auf das Meer, den Sie vom Balkon Ihres Hotelzimmers haben – genießen Sie das üppige Frühstück vom Büffet – verzichten Sie dabei auf keinen Fall auf die variantenreichen Süßgebäcke – erkunden Sie Ihren Urlaubsort zu Fuß – freuen Sie sich über die engen Gassen und über die Sonne, die Ihnen die Schultern wärmt – wandern Sie ausgiebig am Meer entlang – lassen Sie sich an der Mole die Gischt in’s Gesicht wehen und entdecken Sie am Strand ein idyllisch abgelegtes Fischerboot – halten Sie Mittagsruhe – genießen sie einen Aperol Sprizz im zimmereigenen Whirlpool

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3. Tag:

packen Sie leichtes Handgepäck für eine zwei-Tages-Tour ins Auto (das all-inclusive-Hotel wird Ihre Abwesenheit verschmerzen) und fahren Sie noch weiter in Richtung Süden – wenn es nicht mehr weiter südlich geht, halten Sie eine kleine vorzügliche Mittagspause mit nur Vorspeisenvariationen in einem ****-Restaurant – fahren Sie auf die Fähre und genießen die Überfahrt – freuen Sie sich anschließend über die kleinen engen gewundenen Bergstraßen – suchen Sie sich eine kleine ‚Agriturismo‘ für die nächsten zwei Nächte – genießen Sie einen Schluck Hauswein auf der großen Terasse mit Blick auf den rauchenden Vulkan 

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4. Tag:

genießen Sie das ländlich einfache Frühstück, dass Ihnen der Boy auf der sonnigen Terasse serviert – anschließend steigen Sie in das Auto und genießen noch mehr und noch ausgiebiger als am Vortag die herrlich gewundenen Serpentinenstraßen und ’schrauben‘ sich den Berg hoch – die letzten Höhenmeter dürfen Sie mit Gondel und Jeepbus zurücklegen – halten Sie die Hände auf den vollständig mit schwarzer Vulkanasche bedeckten Boden (er ist wärmer als Ihre Hände) – wandern Sie um einen Nebenkrater, aus welchem es aber ebenfalls raucht – machen Sie Fotos zum Beweis, dass Sie auf einem aktiven Vulkan gestanden haben – freuen Sie sich, dass Sie heil wieder wegkommen und ’schrauben‘ sich wieder die Serpentinen herab zu Ihrer Agriturismo – dort naschen Sie bis zum Abendbrot Weintrauben frisch von der Rebe und genießen ein tolles Abendessen am Kamin

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5. Tag:

genießen Sie frische Granatäpfel vom Baum beim Sonnenaufgang – freuen Sie sich, das die Katzen des Bauernhofes erst auf den Frühstückstisch springen, als Sie glücklicherweise bereits fertig sind – packen Sie Ihre Sachen und genießen wieder die herrlich engen, gewundenen Straßen der Insel – nehmen Sie erneut die Fähre und fahren anschließend zum Hotel – bummeln Sie noch ein wenig durch den Ort auf der Suche nach Souveniers – finden Sie neue Wege zum Hotel, vorzugsweise am Strand entlang – nehmen Sie ein leckeres Abendrot auf der Restaurantterasse des Hotels zu sich – setzen Sie sich mit einem Buch bei einem Glas Prosecco in die gemütlichen Sessel bei der Bar

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6. Tag:

machen Sie mit dem Auto einen Ausflug in die Berge – entdecken Sie Feigenbäume und naschen Sie reife Feigen vom Baum – lassen Sie den Schafen die Vorfahrt – halten Sie in einem winzigen Bergdörfchen an und bereiten dem Inhaber der dortigen Bar die Freude, Ihnen zwei ganz hervorragende Capuccini zu servieren – gucken Sie nicht zu streng auf die Karte, es ist hinterher viel spannender rauszufinden, wo Sie denn nun schon wieder gelandet sind – kaufen sie frische, grüne Oliven, weil Sie diese zu Hause endlich auch einmal selbst einlegen wollen – anschließend legen Sie sich an den Strand und halten Ihre roten Fußnägel in die Sonne (wozu haben Sie die schließlich sonst getüncht?) – freuen Sie sich über die kunstvolle Dekoration des Abendbüffets

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7. Tag:

wandern Sie durch Ihren Urlaubsort auf der Suche nach dem samstäglichen Obst- und Gemüsemarkt – wenn Sie diesen nicht finden, fragen Sie ruhig andere Touristen, welche bereits mit Obsttüten in der Hand durch die Gegend laufen – lassen Sie sich vom leichten Regen nicht stören – genießen Sie die Atmosphäre des Marktes und beobachten, wie die Kleinbauern ihre eigenen Produkte verkaufen – kaufen Sie Feigen, eingelegte Pilze und Käse – auf dem Rückweg zum Hotel freuen Sie sich über das leuchtende Blau des Meeres – gehen Sie zum Abendessen in ein ganz hervorragendes Geheimtipp-Fisch-Restaurant – auf dem Weg dorthin sammeln Sie die Urlauber ein, welche Ihnen am Vormittag den Weg zum Markt gezeigt haben und nehmen diese dorthin mit – freuen Sie sich, dass die Bedienung Sie wiedererkennt und verbringen Sie dort einen gemütlich angeregten Abend – lassen Sie sich beim Abschied von der Familie umarmen – packen Sie Ihre Koffer, da Sie am nächsten Tag wieder nach Hause fliegen

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So einfach ist das!

*** Einstimmung ***

So, Mädels, hier ist der Text:

Nel blu dipinto di blu (Volare)

Penso che un sogno così non ritorni mai più

Mi dipingevo le mani e la faccia di blu

Poi d’improvviso venivo dal vento rapito

E incominciavo a volare nel cielo infinito

 

Volare, oh oh…

Cantare, ohohoho…

Nel blu dipinto di blu

Felice di stare lassù

 

E volavo, volavo felice

Più in altodelsole ed ancora più su

Mentre il mondo pian piano spariva, lontano laggiù

Una musica dolce suonava soltanto per me

 

Volare, oh oh…

Cantare, ohohoho…

Nel blu dipinto di blu

Felice di stare lassù

 

Ma tutti i sogni nell’alba svaniscono perché

Quando tramonta, la luna li porta con sé

Ma io continuo a sognare negli occhi tuoi belli

Che sono blu come un cielo trapunto di stelle

 

Volare, oh oh…

Cantare, ohohoho…

Nel blu degli occhi tuoi blu

Felice di stare quaggiù

 

E continuo a volare felice

Più in alto del sole ed ancora più su

Mentre il mondo pian piano scompare negli occhi tuoi blu

La tua voce è una musica dolce che suona per me

 

Volare, oh oh…

Cantare, ohohoho…

Nel blu degli occhi tuoi blu

Felice di stare quaggiù

 

Nel blu degli occhi tuoi blu

Felice di stare quaggiù con te

Jetzt ran an die Stimmgabel und mitsingen:

Erklärung folgt . . . (an der muss ich aber noch ein wenig basteln.) Bis dahin: Mitsingen!

*** Alles im grünen Bereich ***

. . . zeig doch mal, was wir so essen! Sagt der Hausherr und reicht mir die Kamera:

Gruener-Bereich

Gruener-Bereich

Aber na gerne doch!

Da haben wir: in Sahne gedünstete Zucchini, Gurkensalat, Blattsalat mit Kräuterdressing, eingelegte Gurken, Mohrrübe und natürlich Kräutertee aus dem eigenen Garten.

Guten Appetit!

Entschuldige, lieber Hausherr, dass ich das Bild so lange versemmelt habe – es ist tatsächlich schon ein paar Tage alt. *räusper* Aber versprochen ist versprochen und außerdem ist es so jetzt eine tolle Erinnerung.