*** Das war nun . . . ***

. . . die erste Schulwoche für den Kronsohn an der neuen Schule.
Und, wie wars?
Neu vor allen Dingen. Viel zu lernen über Orte, Wege, Abläufe. Neue Lehrer, neue Mitschüler.  Aber er klang optimistisch. Der Unterricht wäre besser, sagt er, und im Sport hätten sie sich mit großen Sitzbällen gejagt und er hätte die ganze Stunde gelacht. Und auch Leichtathletik macht ihm jetzt Spaß. Jetzt, wo er nicht mehr der Benachteiligte und der von vornherein schlechteste ist, der außerdem bei Ballspielen am Feldrand das Stundenende abwarten muss.
Das Internat? Prima, meint der Kronsohn, er dürfe bis halb zehn abends aufbleiben. (Stirnrunzeln bei den Eltern)Allerdings ist doof, dass er morgens allein frühstückt und die Marmelade schmeckt dort auch nicht. (HA!)
Und, wir fehlen ihm, sagt er. Er fehlt uns auch, sagen wir und drücken ihn ganz fest. 

. . . das erste Heimfahrtswochenende des Kronsohnes. Es war viel zu kurz. Nur weil wir ihn am Freitag noch selbst abgeholt haben, waren wir bereits 16:30 Uhr zu Haus. Zukünftig mit Fahrdienst wird es wohl erst 6 Uhr vielleicht sogar 7 Uhr werden. Damit ist am Freitag quasi nichts mehr. Am Samstag . . . normales Familienleben. Hilfe (angeforderte) bei den Hausaufgaben – er schreibt diese Woche schon seine erste Mathekontrolle. Hilfe und gemeinsames Arbeiten am Rechner, weil er sich sein iTunes zerwürgt hat. Alles normal, soweit ;-). Aber immer im Bewustsein, dass er morgen wieder los muss. Was magst du essen? Was magst du tun. Er steht im Mittelpunkt un dgenießt es. Organisatorische Fragen müssen geklärt werden – ob er dort alles hat – ob etwas fehlt. Wann kommt man nun mit dem Sohn zum Friseur? Hier auf dem Dorf am Wochenende?
Dann nur der halbe Sonntag. Taschenpacken und nichts vergessen dabei. Pünktlich 15:00 Uhr steht das Transportauto vor dem Tor und will den Kronsohn mitnehmen. Glücklicherweise haben wir die letzten Minuten vorher ausgiebig gekuschelt, noch einmal Brombeeren vom Strauch genascht und den Hühnern tschüß gesagt. Und glücklicherweise kamen mir die Tränen auch erst, als er weg war.

Ich kann den Freitag kaum erwarten.

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2 Antworten zu “*** Das war nun . . . ***

  1. Tja, solche Wochenenden gehen scheinbar noch viel schneller als gewöhnliche vorüber. 😦 Ich kann mir gut vorstellen, dass es schwer war, den Sohnemann wieder hinaus in die Welt zu schicken. Bisher scheint er sich doch dort im Internat und der neuen Schule wohl zu fühlen. Also, sieh’s doch mal von der positiven Seite.
    Ja, ich weiß, als Außenstehender kann man immer klug daherreden. Aber vielleicht tröstet das ja ein wenig. Ist doch auch gleich wieder Freitag 😀

    • Frau Spätlese

      Das sind immer die Momente, in welchen man die Redewendung ‚ein lachendes und ein weinendes Auge‘ ziemlich genau nachvollziehen ist. Und genau – wir stürzen uns in der Woche einfach so in die Arbeit, dass die Woche einfach ganz fix rum ist.