Monatsarchiv: Juli 2011

*** Schattenspiel ***

Draußen scheint grad sooo schön die Sonne. Und wirft sooo schöne Schatten zu mir ins Haus.

Hach! Tut das gut zwischen den Regentagen.

 

Schattenspiel

Schattenspiel

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*** Weissagung ***

Ich bin eine weise Frau. Ich kann in die Zukunft schauen. Und ich sehe . . .

. . . uns stehen harte Zeiten bevor.

😉

Weinballons

Weinballons

*** Es war ein schöner Traum ***

Es war ein schöner Traum.

Ich konnte es ganz genau vor mir sehen. Unsere glückliche Mutter Martha mit ihren 11 kleinen hinter ihr her trippelnden Küken. Kleine flauschige gelbe Federbällchen, vielleicht sogar ein oder zwei schwarze. (Wenn wir ein Ei von Waltraut mit erwischt hatten).

Ich sah den stolzen Vater Willi den Familiennachwuchs überwachen, während dieser sich lustig im Gras mit dem Fangen von Sommerinsekten vergnügt, gelegentlich zur Ordnung gerufen von Martha. Ich sah sie alle aneinander geschmiegt Mittagsschlaf halten unter den schützenden und wärmenden Flügeln der Mutter

Ich sah  sie aufwachsen zu stolzen Hähnen und fleißigen Hennen und sah im Geiste schon ihr zukünftiges Leben vor mir. Einen Hahn würden wir unseren Nachbaren schenken, damit diese ihr zickiges und angriffslustiges Exemplar austauschen konnten. Ein oder zwei würden wir für uns behalten, als eigenen Zuchterfolg. Und für die anderen sah ich eine erfüllte Zukunft als Frikassee, Hühnerbrühe oder herzhaft knusprigen Broiler voraus.

Es war ein schöner Traum.

Heute verging er wie eine Seifenblase im Wind.

Nachdem unser Marthahuhn schon nach den ersten zwei Wochen 3 Eier aussortierte (sprich zerbrach) blieben nur noch acht, für die wir unsere Hoffnungen hegen konnten.

Freitag nun, schlüpfte das erste Küken. Ein kleines flauschiges gelbes Federbällchen. Was waren wir stolz. Aber es schlüpfte am Freitag eben nur das Eine. Und als wir am Samstag nachschauten, hatte dieses die Nacht nicht überlebt. Trauer im Hause Spätlese.

Dann aber im Verlaufe des Tages die erlösende Botschaft. Es piepst erneut unter Martha. Ein Blick unter das Huhn zeigte uns ein kleines Löchlein in einem Ei, durch welches man einen winzig kleinen Schnabel erahnen konnte. Wir störten nicht weiter. Abends dann piepste es nicht mehr. Das kleine Küken hatte es nicht aus seinem Ei geschafft. Traurig begruben wir es auf unserem Kompost. Aber wir hatten noch Hoffnung, Aus den Eiern unter Martha piepste es immer noch. Wir hofften auf die verbleibenden sechs und ließen Martha in Frieden.

Heute früh nun kein Piepsen mehr. Nichts. Keine Löcher im Ei, kein Küken, kein Piepsen. Nichts.

Schweren Herzens hoben wir Martha vom Nest und öffneten die Eier. Das eine, in dem es gestern noch piepste, war ein kleines schwarzes Küken. Still, ganz still und regungslos lag es, nachdem es den Kampf gegen die Eierschale verloren hatte. Die anderen fünf waren nicht befruchtet.

Aus der Traum von der glücklichen Hühnerfamilie. Schade. Aber wir versuchen es wieder – nächstes Jahr. Bestimmt!

*

P.S. Es gibt übrigens kaum etwas Wirkungsvolleres um einen anständigen Brechreiz hervorzurufen, als ein 3 Wochen lang bei 40°C bebrütetes unbefruchtetes Ei. Bei akkuratem Verlauf bilden sich derart viel Schwefelwasserstoff in dem Ei, dass es bei kleinster Beanspruchung der Schale explodiert und seinen zartgrünen sämigen Inhalt weitsprenkelnd in der Gegend verteilt. Der Erhöhung der Intensität wegen empfiehlt es sich, derartige Eier unbedingt im Innern von sehr kleinen Räumen zu öffnen.

*

P.P.S. Nach der Explosion sah man den Hausherren und Frau Spätlese heftig würgend aus der Tür des Hühnerhauses stürzen, während 2 Hühner die Räumlichkeiten ähnlich fluchtartig durch die Hühnerklappe verließen. Ob diese auch gewürgt haben ist nicht überliefert.

*** Zauberei ***

Der Kronsohn steht unter der Dusche und übt Zaubersprüche.

Expelliarmus!

Sofort gefolgt von Crucio!

Frau Spätlese steht an der Spüle und kann sich ein Lächeln nicht verkneifen.

Dann nimmt der Kronsohn sich das Duschbad vor: Stupor!

Gegen wen sich Avada Kedavra richtet, will Frau Spätlese lieber gar nicht wissen.

Was eine 2-Stunden-Dosis Harry Potter alles ausrichten kann . . .

Sie muss mal vorsichtig gucken gehen, ob die Dusche überlebt hat . . .

 

*** Sie sind da! Sie sind da! SIE SIND DA! ***

Es piepst unter Martha.

Man kann zwar noch nichts sehen, aber, es piepst unter Martha.

Und immer, wenn es piepst, geht Martha ein wenig in die Höhe, gibt ein paar leise glucksende Geräusche von sich und setzt sich wieder hin.

Sobald ich etwas von den Küken sehen (und Fotos machen) kann, zeige ich Euch unseren Nachwuchs.

Es piepst . . .

*leiseglücklichsummendab*

Update:

ES ist da. Ein einziges Küken. Bis jetzt. Hier das Beweisphoto:

Huehner-Kueken

Huehner-Kueken

*** Prompt ***

Bestimmt erinnert Ihr Euch an meinen Stoßseufzer, dass ich auch diesem Jahr ganz brav und zeitnah dem lieben Finanzamt unsere letztjährigen Einkommensverhältnisse offengelegt habe. Üblicherweise lief  das in den Vorjahren dann so ab, dass sich zwischen dem Finanzamt und uns ein reger Schriftwechsel entwickelte, in welchem freundlich aber ausführlich bis an die Schmerzgrenze über die Abzugsfähigkeit von verschiedenen Positionen diskutiert wurde.

Den (letzten) (und von uns akzeptierten) Bescheid für das Jahr 2009 haben wir dann auch tatsächlich dieses Jahr im März erhalten.

Aber . . .

Das Leben wäre ja auch langweilig ohne so ein ‚Aber‘ – stimmts.

Aber . . .

Da kommt doch tatsächlich gestern mit der Post der Steuerbescheid für das Jahr 2010? Und es kommt noch besser. Er ist in allen (Moment – ich buchstabier das noch mal: a-l-l-e-n!) Punkten ganz genauso veranlagt, wie wir das erklärt haben.

Ha!

Ich werde nie, nie, nie, nie, nie, nie, nie, nie, nie, nie also wirklich nie wieder etwas gegen die freundlichen, klugen und fleißigen Beamten beim Finanzamt sagen. Nie wieder.

Und was noch viel schöner ist, die Erstattung ist auch schon da.

So, ich geh mich jetzt feiern!

Steuern-2010-Bescheid

Steuern-2010-Bescheid

*** Land unter ***

Nein, ich meine nicht den Regen, der uns diesen Sommer vermiest, indem er durch seine konsequente und aufdringliche Nässe jegliches Urlaubs-Sommer-Gefühl verhindert. Im Garten matscht und patscht es und die Früchte bräuchten eigentlich Sonne für die Süße und keinen Regen mehr . . .

Ich meine die Arbeit im Garten, die uns einfach mal überrollt hat. Aber was solls, was reif ist, ist reif und muss geerntet werden. Auch wenn ich mich zum Leidwesen des Hausherren gekonnt 10 von 12 Monaten aus dem Garten heraushalte – jetzt bin ich in der Pflicht. Und manchmal ist es so viel, dass wir das Schwesterherz um Hilfe bitten, weil einfach mal noch ein zusätzliches Paar Hände gebraucht wird. (Danke Schwesterherz!)

Es begann wie jedes Jahr mit den Erdbeeren . . .

Erdbeeren

Erdbeeren

 

. . . zwischenzeitlich sind wir bei den Johannisbeeren und Stachelbeeren angelangt, welche unbedingt zu Marmelade werden möchten . . .

JoStaJo-Marmelade

JoStaJo-Marmelade

 

Zwischendurch wird regelmäßig Kuchen gebacken . . .

altdeutscher-Kirschkuchen

altdeutscher-Kirschkuchen

 

. . .  genau so wie Ciabatta gebacken wird. Jetzt wo die Tomaten beginnen zu reifen, kommt auch noch das Käsen dazu – selbstgemachter Mozzarella ist einfach unschlagbar.

Tomate-Mozzarella

Tomate-Mozzarella

 

Und merkt Ihr? Ich habe noch gar nichts von Kartoffeln, Erbsen, Kohl, Gurken und Zucchini erzählt . . .

Nun, das alles führt dazu, dass ich abends dann eben lieber in’s Bett gehe falle, anstatt noch den Rechner anzuschalten und den Blog zu pflegen oder das e-mail-Postfach zu kontrollieren. (Freundlich rüberwink zu Stefanie).

Und ja, liebe Mama, ich hab auch die Fotos für Dich nicht vergessen, seufz.

Also habt bitte ein Nachsehen mit mir.