*** Rezeptetester – Folge 2 ***

Irgendwie fehlte mir hier in letzter Zeit der Back- und Kochcontent. War ein bisschen sehr kalorienarm hier . . .  Da ist es doch ein glücklicher Zufall, dass fräulein erpaufee über Hollerbrot schreibt. Nun – ich backe unheimlich gern und der Hausherr liebt Holunderblüten. Da passte ganz klassisch alles zusammen. 😉

Wir sind dann extra am letzten Samstag um 05:30 Uhr zu unserer Holunderstelle gefahren um die im Morgentau am aromatischsten Blüten zu holen – aber Pustekuchen. Erst ein Drittel der Blüten war auf. Also musste das Brot warten . . . (Soviel zum Thema Nordfinnland, liebes fräulein erpaufee, Mecklenburg ist anscheinend schon nordisch genug)

Heute aber, heute war es soweit.

Es stiegen in den Ring: 500 g Mehl, 300 ml Buttermilch, 20 g Hefe, 10 g Salz, 5 g Zucker, Orangenschale, 7 große Holunderblüten und selbstverständlich Frau Spätlese. Einzige Abweichung vom Rezept (*hüstel*) ist meine Weißbrotbackvariation: Ich setze bereits am Abend vorher ein Teil des Mehles (150 – 200 g) mit 5 g Hefe an. Am nächsten Tag, dem Backtag kommen dann das restliche Mehl und die verbleibende Hefe dazu – das verleiht dem Teig so ein bisschen ‚Sauerteigtouch‘ und macht ihn saftiger.

Der Hausherr brachte die Holunderblüten (und schnippelte auch die Blüten von den Stielen *freu*) und ich brauchte lediglich alles anständig verkneten. Dann eine Stunde rasten lassen und dann das Brot formen. Nach dieser Rastzeit verzichte ich grundsätzlich auf das maschinelle Kneten – dabei verliert man die ganzen Lufteinschlüsse im Brot. Also per Hand den Teig ein bisschen stauchen und dann auseinanderziehen um ihn abschließend zu einer Rolle aufzurollen. (So bekomme ich eine schöne Oberflächenspannung und das Brot geht in die Höhe und nicht in die Breite.)

Dann ab in den Backofen und warten. Warten bis das Brot schön aufgegangen ist. Mindestens auf das Doppelte muss es gewachsen sein. Dann erst darf gebacken werden.

Ach und oups, da fällt mir noch die zweite Abweichung auf. Ich backe meine Weißbrote nur noch bei 150 °C, dafür aber etwas länger. Sie sind dann etwas feuchter und erinnern ein wenig an das Ciabattabrot.

Und das hier ist das Ergebnis:

Holunderbrot

Holunderbrot

 

Es ist ein schönes Brot mit einer zarten Holundernote, dass man auch schon pur mit Butter ganz außerordentlich genießen kann. Zu Marmelade kann ich es mir auch sehr schön vorstellen. Und der Hausherr will es jetzt gleich noch zum Abendbrot unter eine geräucherte Makrele tun.
Ansonsten ist das Fazit des Hausherren: „Gleich morgen noch einmal backen – mit noch mehr Holunder!“ – Ahhhh, jaaaa.

Liebes Fräulein Erpaufee, danke für das Teilen des Rezeptes. Es wird in unsere Familie aufgenommen. 😉

 

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2 Antworten zu “*** Rezeptetester – Folge 2 ***

  1. Fräulein erpaufee

    Liebe Frau Spätlese,
    ich bin ganz beglückt, dass Ihnen das Rezept und erst das Ergebnis so gut gefallen/gemundet hat.
    Ich hab auch gleich auf Vorrat gebacken und eingefrostet, mal sehen ob das Brot aufgetaut
    genauso gut ist.
    Ihre kleinen Tips zum Brotbacken hab ich auch gleich übernommen. Dankeschön!
    Bin ja eigentlich nicht so die Bäckerin.

    Liebe Grüße nach Meck-Finn-Pom, ;o)
    Ihr Fräulein

    • Frau Spätlese

      Das machen wir bei dem Weißbrot sehr gern – einfrieren und bei Bedarf aufbacken. (Halbbrotweise) Funktioniert sehr gut.
      LG

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