*** 3 Wochen und 90 Prozent und 1 Sorgenkind ***

Jetzt sind wir schon 3 Wochen Kükeneltern – wie die Zeit vergeht.

Und gerade kurz nach meiner letzten Meldung kam uns ein Regengebiet mit fallenden Temperaturen in die Quere. Dieses haben wir zu spät als bedrohlich erkannt und die Kleinen folglich zu spät hereingeholt. Da waren sie bereits alle heftig nass. Trotz trockenrubbeln und Rotlichtlampe haben sich die zwei Kleinsten eine Lungenentzündung geholt – welche der Allerkleinste nicht überstanden hat.

Trauer im Hause Spätlese.

Der andere Kleine hat sich aber wider Erwarten aufgerappelt. Wir atmeten auf. Trotzdem hinkt er nun mächtig hinterher. Die Tage, an welchen er kaum fraß und trank haben ihre Spuren hinterlassen. Er ist deutlich kleiner als die anderen, bei denen man fast täglich das ‚Plopp‘ hören kann, mit welchem sie wachsen.

Nun werden die Großen jeden Tag (Außer bei Kälte und Regen – wir sind ja lernfähig!) an die frische Luft verfrachtet. Im Grünauslauf ist es sowieso viel spannender.

Kueken-3

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Während dessen hat der Kleinste den Stall und die Rotlichtlampe für sich allein und eine extra Portion Fressen sowieso und darf schlafen und fressen und schlafen und fressen und schlafen und hoffentlich wachsen. Einen Versuch, ihn zu den anderen in den Grünauslauf zu geben, haben wir unternommen – haben das Experiment aber ganz schnell wieder beendet, als wir bemerkt haben, dass die anderen mit voller Tötungsabsicht auf ihm herumgehackt haben.

Kueken-5

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Wir hoffen, dass er durchkommt. Aber er bleibt wohl vorerst unser Sorgenkind. Ob er wohl sein rechtes Beinchen jemals wieder benutzen können wird?

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Die anderen acht jedenfalls haben eine Freude am Leben und entwickeln eine gesunde Fress- und Neugier. Vor ihnen ist nichts sicher. Wir müssen Der Hausherr muss die Tauwürmer nicht mehr waschen und klein schneiden – es genügt, wenn er eine Schaufel Kompost mit Würmern in eine Schale tut – den Rest erledigen in Windeseile die Küken. Sie fangen Fliegen, streiten sich um Schnecken und seit diesem Wochenende ist ihr Vertrauen zu uns deutlich gewachsen. Sie fressen uns aus der Hand und untersuchen uns neugierig, unsere Stiefel, die Hosen . . . einfach alles.

Kueken-4

Kueken-4

 

Wenn wir in das Gatter steigen, müssen wir aufpassen, auf keines draufzutreten, so furchtlos sind die kleinen Racker inzwischen.

Drücken wir die Daumen, dass unsere Nummer Neun, unser kleines Sorgenkind, nicht nur durchkommt, sondern ebenfalls diese Freude am Leben entwickelt.

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3 Antworten zu “*** 3 Wochen und 90 Prozent und 1 Sorgenkind ***

  1. Ach sind die süß! Da werd ich richtig neidisch 🙂 Ich drücke eurer Nummer 9 natürlich ganz feste die Daumen. Aber so toll, wie es gepflegt wird, da wird das schon *daumendrück*

  2. Was sagt denn Euer Tierarzt zu seinem Beinchen?