*** Frühlingsgefühle ***

Heute nun dürft Ihr an meiner schöpferischen Zerstörungs Wirkungskraft teilhaben und eines meiner genial-brillianten, dichterisch fraglos höchst wertvollen, nach der Reim-dich-oder-ich-hau-dich-Methode verfassten Literaturdenkmäler genießen.

Et voilá, Vorhang auf:

Alle Jahre wieder
kriecht der Frühling in’s Gefieder.
Lässt einander tief vertrau’n
und gemeinsam Nester bau’n.

Man ringt alsbald Vernunft hernieder,
öffnet weit das Federmieder,
kommt sich näher Stück um Stück
kennt nur holdes Paaresglück.

Und am Ende schlicht und bieder
ist’s wie alle Jahre wieder,
dass man erst kommt zur Vernunft
wenn’s zu spät ist – nach der Brunft.

Entenhochzeit

Entenhochzeit

 

(Höre ich Applaus?)

 

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7 Antworten zu “*** Frühlingsgefühle ***

  1. Im Frühling die Hormone wallen,
    Säfte fangen an zu fließen,
    Menschen lassen Kleider fallen,
    rollen sich durch grüne Wiesen.

    Bald beginnt das Eierlegen
    bei den Enten und beim Huhn,
    selbst Frau Meier kann dagegen
    jetzt an Ostern gar nichts tun.

    Überall, da wird gebrütet,
    Frauen kriegen ’n dicken Bauch.
    Nachfolge ist eingetütet,
    Rentenzahler wer’n se auch.

    (Schönes Gedicht, was Sie da haben, Frau Spätlese)

  2. Meine Meinung: Die Einleitung ist tiefgestapelt.- so schlecht gestückelt ist das doch nicht. 🙂 Beim humorvollen Reimen ist das Versmaß fast schon nebensächlich. „Richtige“ Gedichte dürfen sich ja leider nicht mehr reimen, (es gibt nur wenige Ausnahmen) meistens taugen Reime nur noch für die folkloristische Humorecke. Und darin gefällt mir das triebhafte Entenpaar ausgesprochen gut! LG, R.

  3. Nettes Gedicht. 🙂 Ich möchte auch noch meinen Hut ziehen, auch wenn ich gerad keinen aufhabe.