Monatsarchiv: Januar 2011

*** Rotweinfreitag ***

Da sitze ich nun, die freitägliche Großwildjagd auf ‚Muris Pulveris‘ ist erledigt. Heute waren wir sogar noch im Wald um schon einen Teil des jährlichen Holzes einzubringen . . .

. . . entsprechend erschossen hängen der Hausherr und ich in den Sesseln.

Und wie ich so durch meine Lieblingsblogs stöbere, fällt mir auf, dass in anderen Blogs immer mal so Tipps gegeben werden, wo man noch lesen kann. Tja, und da dachte ich, dass auch ich Euch ruhig mal meine neuesten Fundstücke zeigen könnte, damit Ihr dort auch mal stöbern könnt.

Gute Idee?

Na klar!

Also in diesem Sinne: Schaut mal vorbei bei

° der ‚Dompteuse

° Nessy und

° Barbara Lehner.

Die drei sind nämlich ein drei tolle Gründe, meinen Blogroll mal wieder zu aktualisieren.

Viel Spaß beim Lesen.

Und natürlich einen schönen Freitag Abend bei:

Rotwein-San-Vito

Rotwein-San-Vito

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*** Haushaltstipp Nr. 12 ***

Heute: eine Weinflasche ohne Korkenzieher öffnen.

Vorbereitung: Nehmen Sie unbedingt Rotwein! Legen Sie die Weinflasche zum temperieren in die kleinen Ablagefächer zwischen Geschirrspüler und Abwäsche. Achten Sie darauf, dass es eine Weinflasche mit langem Hals ist, der deutlich über die Fächer heraus in die Küche hereinragt.

Wenn der Wein ausreichend temperiert ist, hantieren Sie mit angezogenem aber offenen Mantel zwischen Küchenarbeitsplatte und Abwäsche und lassen dabei den Mantel die Weinflasche aus dem Regal ziehen.

Wenn Sie es geschickt genug gemacht haben, wird beim Aufprall auf den Boden der Flaschenhals abbrechen und Sie haben die Weinflasche offen. Et voila.

Nun kommt es allerdings darauf an, die Weinflasche relativ zügig vom Boden aufzuheben, um noch etwas Wein in der Flasche zu behalten.

Mit dem Wein, der bereits aus der Flasche ausgeflossen ist und jetzt großzügig den Küchenfussboden bedeckt, erreichen Sie promblemlos noch die folgenden, weiteren Haushaltsziele:

1.) Sie können wieder einmal wischen (war sowieso mal wieder fällig!)

2.) Sie dürfen sich aufgrund aufgesammelter Splitter endlich mal wieder hübsche bunte Pflaster auf die Hand kleben.

3.) In der Zeit, in der Sie hektisch nach Pflaster suchen, läuft der Rotwein mit Sicherheit hinter die Küchenabschlussleiste, so dass Sie diese auch abmontieren dürfen. Sehen Sie den Staub dort? Sie haben den Jackpot gewonnen, jetzt dürfen Sie auch noch den Staubsauger holen.

4.) Der Rotwein wird sich zielstrebig über die Fugen verteilen. Sie wollten doch schon immer mal eine neue Fugenfarbe oder nicht?

5.) Der Geruch des freifließenden Rotweines überdeckt mit Sicherheit den Geruch der Hundekackeschuhe (siehe Haushaltstipp Nr. 11) und Sie können sich fast wie im Gastronomiezelt des örtlichen Sommerfestes fühlen.

Nur für Profis: Wenn Sie richtig gut sind, erreichen Ihre Rotweinspritzer auch die gegenüberliegende weiße Wand bis auf einer Höhe von 2 metern.
Wann haben Sie Ihre Küche das letzte Mal gestrichen?

In diesem Sinne, Ihr Haushaltsprofi, Ihre Frau Spätlese

Weinflasche

Weinflasche

*** Friedliche Koexistenz ***

Das ist der Schlüssel zu allem.

Was heißen soll: mit ein bisschen gutem Willen kriegt man auch Stockenten und Hühner in einen gemeinsamen Stall.

Aber der Reihe nach:

Am ersten Abend gab es als erstes eine kollektive ‚Das-könnt-Ihr-komplett-vergessen-Absage‘ (sowohl Stockenten als auch Hühner) und wir mussten die Enten einfangen, um sie in den Stall zu bekommen. Dieses steigerte sich dann derart zu einem Drama, dass Frau Spätlese sich als lebendes Schutzschild zwischen Stockenten und Hühner setzen musste, während der Hausherr in Windeseile eine Schutzabtrennung in die Villa Huhn installieren musste.

So konnten alle diese Nacht überleben.

Am folgenden Tag gab es 2 getrennte Ausläufe. Einen (großen) für die Stockenten – weil die waren ja schon immer da und kenne sich folglich aus, und einen (kleinen) für die Hühner – weil auch Hühner erst lernen müssen, den Eingang zum Stall zur Villa wiederzufinden.

Die Hühner fanden also prompt den Eingang zur Villa und wie Hühner so sind auch recht früh. Auch für diese Nacht mussten wir die Enten zwar nicht fangen, aber mit List in den Stall treiben. Die undurchsichtige Abtrennung der letzten Nacht war durch eine durchsichtige ersetzt worden, so dass unsere Kontrahenten sich in dieser Nacht nicht nur hören, sondern auch sehen konnten.

Auch diese Nacht haben alle überlebt.

Am nun folgenden Tag gingen wir auf’s Ganze und öffneten mittags das kleine Gatter der Hühner, so dass sie nun auch den großen Bereich der Enten erkunden konnten. Um hand schnabelgreifliche Übergriffe auszuschließen, zeigten wir deutliche Präsenz und stellten uns ein-, zweimal vor die Enten. So quasi ganz zufällig und beiläufig. Dieser Tag sah dann schon mal so aus:

Huehner-2

Sie fraßen zwar nicht aus einem Napf, aber sie wollten sich wenigstens schon nicht mehr verhauen. Und der Hahn musste nach kurzem Sprung feststellen, dass die Anatomie der Ente nicht in sein Beuteschema passt. Aber er hatte ihr mal gezeigt, wer Chef auf dem Hof ist!

Und natürlich reckte der Hahn Willi immer sehr aufmerksam den Kopf, um alles (und hier besonders die Enten) im Blick zu haben. Hier ist der Schöne:

Huehner-3

Huehner-3

 

Nächste Nacht und nächster Tag selbes Schema. Abtrennung in der Villa Huhn getreu dem Motto: ihr könnt euch sehen aber nix tun. Auslauf am Samstag von Anfang an gemeinsam. Mit reduzierter menschlicher Anwesenheit.

Am Abend, als der Hausherr dann wieder die Abtrennung in der Villa installieren wollte, bot sich ihm überraschend ein Bild des Friedens. Die Hühner schliefen von der ungewohnten Weite des Hühnerhofes erschöpft dicht aufgereiht auf der Stange, während die Enten in aller Seelenruhe den gesamten Bodenbereich für sich hatten und frühlich vor sich hinschnatterten.

Wir verzichteten auf eine Abtrennung.

Und schliefen unruhig.

Aber auch diese Nacht haben alle ohne Blessuren überlebt.

Und so glauben wir, haben wir es geschafft. Heute selbes Bild. Hühner vor auf die Stange und wenn die Luft rein ist (d.h. alle Hühner schlafen) gehen auch die Enten von allein in die Villa.

Huehner-4

Huehner-4

 

Welch ein Glück.

In diesem Sinne, Euch allen eine ruhige, friedliche und gute Nacht!

*** Haushaltstipp Nr. 11 ***

Auf Duftkerzen, -Öle und sonstige künstliche Aromaspender kann man verzichten, wenn sich das Kind auf dem Nachhauseweg einen großen Haufen Hundescheixxxe unter die Schuhe klebt.

Zu empfehlen sind hier, der besseren Wirkung wegen, Schuhe mit starkem Profil um eine ordentliche Menge der natürlichen Duftsubstanz in’s Haus zu tragen. Weiterhin hilft es, wenn sich das Kind anschließend die Schuhe auf dem Fußabtreter im Haus abstreift, um das Aroma großflächig ausdünsten zu lassen.

Nach einer Grundeinwirkzeit (von Nase zu Nase unterschiedlich) kann man die Duftsubstanz ohne Bedenken von den Schuhe abschrubben – die Gummisohle der Schuhe hat genügend von dem Aroma angenommen, um noch weiterhin für eine deutliche Präsenz des Geruches zu sorgen.

*örks*

*** Jetzt wird’s eng ***

Auf einmal ging dann doch alles ganz schnell . . .

Erst telefonieren wir erfolglos mit verschiedenen Züchtern auf der Suche nach ‚unseren‘ Hühnern –  (Weil: Junge Hühner kommen erst im Sommer und die legen dann sowieso noch nicht und außerdem hat kein Züchter  jetzt um diese Jahreszeit irgendwelche Hühner übrig.) – und dann kommt ein quasi Notruf. Jemand muss aus persönlichen Gründen seinen Hühnerstall auflösen.

Das ist unsere Chance. Auch wenn es zwar nun ‚Schwarz-Weiß-Columbia‘ geworden sind, aber was soll’s – wir sind ja nicht für’s Leben dran gebunden.

Und hier sind unsere Schöhnheiten: Der Hahn Willi mit seinen Damen Frieda, Berta, Gerda und Bella.

Huehner-1

Huehner-1

 

Derzeit praktizieren wir nun die Aktion ‚Wir-üben-friedliche-Koexistenz‘ und gewöhnen Enten und Hühner aneinander. Nachdem gestern diese 3 kg schweren Riesenhühner meinten, sie müssten Chef über die armen kleinen Enten sein.

Drückt uns mal die Daumen.

P.S. Es kräht in der Villa Huhn. 😉

*

Update 11:25 Uhr: Wir haben unser erstes eigenes Ei! Das Samstag-Frühstück ist gesichert!

*** Mein Rezept, Dein Rezept ***

Über Geschmäcker lässt sich ja bekanntlich streiten. Eines unserer Lieblingsthemen ist seit Jahren der Möhrensalat.

Ja, genau der. Der schlichte, einfache, dakannmannixdranfalschmachen Möhrensalat.

3 – 4 große Möhren reiben, 1 Apfel ebenfalls gerieben dazu. Zum Abschmecken Zitronensaft und Zucker. 1 Spritzer Öl zum Aufschließen der Vitamine und auffüllen mit Apfelsaft.

Fertig!

Und gut!

Sagt Frau Spätlese. Wenn da an dieser Stelle nicht der unterschiedliche Geschmack ins Spiel käme. Seit Jahren (fast 17 um genau zu sein) diskutieren wir über die Zugehörigkeit von weiteren Zutaten in diesen Salat. Gegen die ergänzende Verwendung von Sellerie konnte ich bis jetzt erfolgreich vorgehen. Sellerie im Möhrensalat ist Frevel pur. Schon beim Gedanken daran schüttelt es mich.

Worauf der Hausherr aber auf keinen Fall verzichten möchte, in SEINEM (!) Möhrensalat – sind Rosinen. Nun hab‘ ich prinzipiell nichts gegen Rosinen. Die schmecken schon da, wo sie hingehören. Im Kuchen zum Beispiel. Aber im Möhrensalat? Wo sie über die Maßen aufquellen und an tote Fliegen erinnern?

Seit fast 17 Jahren versuchen wir nun schon diese kleine geschmackliche Diskrepanz zu lösen. Ich auf meine Art – in dem ich regelmäßig vergesse, die Rosinen in den Salat zu tun. Oder erst beim Tisch decken, nämlich sofort in das Schälchen des Hausherren. Welcher sich dann wieder beschwert, dass diese nicht ordentlich durchgezogen wären . . .

Wir haben auch schon versucht in der Schüssel die Rosinen nur in der einen Hälfte zu verrühren und die andere pur zu lassen. Spätestens nach dem ersten Umrühren vorm Servieren hat sich aber dieser Ansatz auch erledigt . . . Die Verwendung von 2 unterschiedlichen Schüsseln führt erstens zu einer Kühlschrankblockierung und zweitens dazu, dass ich ‚meinen‘ Salat in Windeseile aufgegessen habe und beim Aufessen des rosinenverseuchten Unglücksfalls auch beteiligt bin. Ich komme also an diesen Rosinen im Guten nicht vorbei.

Jetzt gab es wieder Möhrensalat.

Und wieder habe ich ‚vergessen‘, die Rosinen dazu zu tun.

Das Teil stand aber keine 2 Stunden im Kühlschrank da erblickte ich in der Schüssel schon wieder die wohlvertrauten schwarzen Punkte.

Hmmpf.

Beim Abendessen gestern abend, dann folgender Dialog:

Frau Spätlese: (hält ungläubig einen unbekannten graubraunen Klumpen auf ihrem Teelöffel in Richtung Hausherr) „Was ist das denn? – Und das hier? – WAS ist DAS?“

Hausherr:   „Naja, da hast dich doch immer beschwert, dass Du keine Rosinen im Möhrensalat magst. Also habe ich diesmal auch keine Rosinen dazu getan. Sondern Datteln und Sauerkirschen!“

Frau Spätlese: „. . .“

Hausherr: “ Hab ich doch gut gemacht, oder?“

Frau Spätlese “ . . . “ (Geht bitterlich in ihr Kissen weinen.)

Und wie esst Ihr Euren Möhrensalat so?

*** Spinat und Paprika . . . ***

. . . passen wunderbar zusammen, sagt Frau Spätlese.

. . . sind zusammen oberlecker sagen der Hausherr und der Kronsohn. Wann gibt’s das denn wieder mal?

Und da in letzter Zeit der ‚Kochcontent‘ in diesem Blog ziemlich zu kurz gekommen ist, kochen wir doch einfach mal wieder gemeinsam – oder nicht?

Also, nichts einfacher als das. Ich liebe nämlich Essen, die man in Ruhe vorbereitet und dann in den Ofen schieben kann.

Und weil ich glaube, dass ich Euch mit dem Rezept auch zum Nachkochen verleiten könnte, hier einfach mal unser heutiges Mittagsrezept:

Man braucht für 3-4 Personen: 6 kleine Paprikaschoten * 100 g Fadennudeln * Salz * 500 g Blattspinat * 1 Bund Lauchzwiebeln * 3 EL Öl * 100 g Ziegengouda-Käse * 50 g Parmesankäse * 2 Knoblauchzehen * 150 g Creme Fraiche * Pfeffer * etwa 500 ml Gemüsebrühe * 100 g Mozzarella-Käse

Das sieht ungefähr so aus: (Und wer rausfindet, was auf dem Bild fehlt, darf den Artikel zu Ende lesen! ;-))

Spinat-Paprika-1

Spinat-Paprika-1

Paprikaschoten waschen, Deckel abschneiden, entkernen. Nudeln in Salzwasser sehr bissfest garen. Wer rohen Spinat gekauft hat, muss diesen waschen und zupfen – ich nehme die faule Tiefkühlvariante – hier allerdings den groben – es genügt auftauen lassen ;-). Zwiebeln und Knoblauch schälen und kleinschneiden. Gouda fein würfeln oder grob reiben. Parmesan reiben. Mozzarella in Scheiben schneiden. Sieht so aus.

Spinat-Paprika-2

Spinat-Paprika-2

Zwiebeln und Knoblauch in heißem Öl kurz andünsten –  sieht jetzt schon schmackhaft aus – oder?

Spinat-Paprika-3

Spinat-Paprika-3

Nun den Spinat dazugeben. Und die Nudeln ebenfalls. Anschließend Creme Fraiche nicht vergessen.  Als letztes (nach dem Ausschalten der Herdplatte) den Käse dazu und die gesamte Masse mit Salz und Pfeffer würzen. Das ist jetzt der Moment, wo Ihr alle unwichtigen Besucher und Zuschauer aus der Küche bugsieren müsst. Ehe Ihr Euch nämlich sonst verseht ist die Masse alle und Ihr habt nix mehr, was in die Paprikaschoten zu füllen wäre. Es genügt, wenn Ihr selber nascht verkostet. Der Inhalt Eurer Pfanne sollte jetzt in etwa so aussehen.

Spinat-Paprika-4

Spinat-Paprika-4

He, nimm‘ die Finger raus da. So was aber auch. Nur kurz einmal weggedreht . . .  Jetzt füllt Ihr die Nudel-Spinat-Masse (bzw. das, was davon übrig ist) in die Paprikaschoten. Deckel auf die Schoten und ab damit in eine feuerfeste Form. Sieht so aus:

Spinat-Paprika-5

Spinat-Paprika-5

Die Form halbhoch mit Gemüsebrühe auffüllen. (Wer hier einen Tipp hat, wie man die Brühe etwas ansämen kann – nehm‘ ich gern.) Nun im vorgeheizten Backofen (ich nehme Umluft 180°C) 45 Minuten backen. Am Ende noch für einmal 10 Minuten auf jede Paprikaschote eine Mozzarellascheibe. Nach dem Backen sollte das ganze in etwa so aussehen:

Spinat-Paprika-6

Spinat-Paprika-6

Jetzt aber ab damit auf den Teller und Guten Appetit! Weitere Beilagen benötigt man nicht, den es ist alles schon in der Schote. Viel Spaß beim Nachkochen.

Spinat-Paprika-7

Spinat-Paprika-7