Monatsarchiv: Dezember 2010

*** Guten Rutsch ***

Draußen behängt der Frost die Baumgerippe am Strand mit glitzernden Eisdiamanten.

 

Eiskunstwerk

Eiskunstwerk

Das Wohnzimmer ist schon silvesterlich geschmückt.

 

Silvester

Silvester

Die ‚Bar‘ ist mit diversen Sprudelwässerchen befüllt.

Sprudelwasser

Sprudelwasser

Der Countdown läuft . . .

 

Euch allen einen guten Rutsch in ein glückliches und vor allem gesundes 2011.

 

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*** Frohes Fest ***

Ich wünsche Euch allen ein frohes und besinnliches Fest, ganz in Ruhe und ohne Stress. Und ntürlich mit den tollsten Geschenken der ganzen Welt. Logisch – oder?

Da wir uns dieses Jahr aus Raum-Architektonischen Gründen (+ Kachelofen = – Platz für Weihnachtsbaum!) für einen kleineren Tannenbaum entschieden haben, hatte ich einige Mühe, alle Lichter unserer Lichterkette daran zu verteilen. Sogar Kugeln sind übrig geblieben. Durch die geschickte Platzierung vor’m Fenster wirkt es zwar ein bisschen wie ein Lämpchen-Overkill (*), aber was soll’s. Ich find’s schick.

Nun aber Frohes Fest! Und besinnt Euch!

Weihnachtsbaum

Weihnachtsbaum

 

(*) Begriff geklaut bei Pocalinde. Danke dafür!

*** 23.12.2010 – Geschafft ***

Es ist 22:20 Uhr und ich habe keine Lust mehr. Ich kann einfach kein Weihnachtsgeschenkpapier sehen. Und außerdem ist meine Rolle mit dem Klebestreifen alle, welche für mich als Grobmotoriker unerlässlich ist.

Deshalb erkläre ich jetzt alles für fertig, setze mich zum Hausherren an den geheizten Kachelofen und freue mich auf die schönen Überraschungen, die es morgen geben wird.

Wollen wir schon mal luschern? Na gut, eines kann ich Euch ja verraten:

She

She

 

Ist es nicht wunderschön? Hach, ich kann es vor lauter Vorfreude schon gar nicht mehr aushalten!

 

*** 22.12.2010 – kein Ende in Sicht ***

Auch dieser Tag ist voller Heimlichkeiten. Ich schaffe es gerade noch, mit dem Kronsohn die von ihm gebastelten Geschenke zu verpacken und zu beschriften, bevor wir ihn uns auf den Weg machen, um ihn bei den besten Großeltern der Welt abzuliefern. Soll er sich ruhig mal ein bisschen verwöhnen lassen, unser Kämpfer.

Auf dem Rückweg dann die letzten bestimmt nicht die letzten Besorgungen und nach dem Abendbrot halten mich dann 5 kg Wildgulasch von meiner Nähmaschine ab.

Aber dann . . .

„Ich gehe heute NICHT in’s Bett, bevor ich nicht fertig genäht habe! Auf GAR KEINEN FALL“ töne ich trotzig um 21.30 Uhr. Hmmmm, brummelt der Hausherr und blättert in seinem Buch eine Seite weiter.

2 Stunden später geht der Hausherr ins Bett. Nach weiner weiteren Stunde habe ich die ‚Piraten der Karibik‘ schon dreimal durchlaufen lassen und will immer noch nicht aufgeben. Schlaf wird ohnehin überschätzt. Aber als ich dann eine Naht wieder auftrennen muss und der Unterfaden plötzlich mittendrin alle ist und als ich feststelle, dass ich für die letzten Nähte eigentlich das Bügeleisen zum Vorfixieren bräuchte . . .

. . . da gebe ich auf.

Ich bin eben doch ein Weichei.

Aber morgen! Morgen schaffe ich das!

*** 21.12.2010 – Vorfreude ***

„Oooouuuiiiiiihhhhhjaaaaaahuuuujiiiipiieeeee!“ Der Kronsohn kommt im wilden Indianertanz voller Freude aus meinem Nähzimmer und hüpft vor Freude von einem Bein auf’s andere.

„Jajajajajajajaj!“ Er springt mir an den Hals um mich wie wild zu drücken und setzt quasi sofort seine Freudenhüpferei fort.

Ich überlege, was er als letztes gegessen hat.

„IchhabdenZettelgelesen.IchhabdenZettelgelesen.DawoKronsohnundNichtedraufsteht.Undjetzt
weißichwas.IchkriegdasHarryPotterHörbuchTeil2.Oooouuuiiiiiihhhhhjaaaaaahuuuujiiiipiieeeee!“

Das Kind spricht so schnell, dass mein Gehirn mit dem Auseinanderziehen der Wortbrocken kaum nachkommt. WAS? Hast Du?

„IchhabdenZettelgelesen.DawoKronsohnundNichtedraufsteht.“ Voller Freude über das Wissen und Verlegenheit über den Geheimnisbruch hält er sich beide Hände vor das Gesicht. Jetzt nur nicht die Mama angucken müssen!

Das ist zwar noch nicht langsamer, aber schon weniger. Aber ich wäre nicht seine Mutter, wenn ich nicht messerscharf logisch schlussfolgern könnte.

Punkt 1: Er war im Nähzimmer. Das ist ja prinzipiell auch nicht verboten worden durch mich. Blöderweise. Gerade jetzt in der Vorweihnachtszeit.

Punkt 2: Noch blöder ist aber, dass ich dort den Geschenkeplanzettel hab’ liegen lassen. Offensichtlich ganz öffentlich.

Und da der Kronsohn lesen kann . . . gibt es jetzt zu Weihnachten eben ein Geschenk, welches keine Überraschung mehr ist.

Seufz.

Und habt Ihr Eure Geschenke gut versteckt?

*** 20.12.2010 – Endspurt ***

„Sag mal . . .“, fragt der Hausherr am frühen Nachmittag und schaut in die 2 Töpfe auf dem Herd. In dem einen schmurgeln Äpfel und Zwiebelstückchen in Schmalz und in den anderen kippe ich gerade sämtliche immer noch zu flüssige Orangenmarmelade.

„Sag mal, du wolltest heute noch in den Keller kommen und basteln, bleibt das dabei?“

Na klar! Frau Spätlese bleibt felsenfest.

Einige Stunden später, nachdem das überraschend gelieferte Wildschwein in passgerechten Stücken durch den Hausherren eingefrostet / eingelegt ist und wir auch den Termin mit der Mobilitätstrainerin überstanden haben (welchen wir komplett vergessen hatten, welcher aber sehr entspannt und informativ war) und das Kind auch die letzte Englisch-Vorbereitung erledigt hat, das Abendbrot gegessen ist, fragt der Hausherr erneut.

Diesmal mit Blick auf die Bügelwäsche und die jetzt erst kochende Orangenmarmelade: „Und du willst heute wirklich noch in den Keller?“

Na klar! Frau Spätlese wankt nicht.

Bügeln tu’ ich heute nicht mehr, die Marmelade ist spätestens halb neun im Glas und dann gehen wir in den Keller. Und danach setze ich mich an die Nähmaschine und gehe heute nicht in’s Bett, bevor nicht die paar Teile dort fertig genäht sind.

So!

Ein ganz typischer Adventstag also.

Und an den nächsten Abenden (2!) schaffe ich die letzten fehlenden Geschenke bestimmt auch noch fertig zustellen.

Bestimmt!

*** Plack ***

Frei nach Frau …äh…Mutti. Weil man ja nicht immer das Wort mit Sch und den drei ‚xxx‘ in der Mitte sagen kann.

Aber manche Tage sind einfach Plack!

Und das geht so:

Die Temperatur pendelt seit Tagen zwischen 37°C und 38°C niemals darüber, aber auch nie darunter. Ich gucke auf ein Kind, das im Bett liegt und mir lauthals mitteilt, es hätte Langeweile.

Wenn ich die Augen schließe, sehe ich Berge von Unterlagen, die im Büro auf dem Tisch auf mich warten und mir allesamt fröhlich zuraunen: „Aber Frau Spätlese, wollen sie uns hier tatsächlich über Weihnachten liegen lassen? Wir müssen VORHER raus hier!“

Plack!

Wenn ich die Augen noch fester zupresse, sehe ich einen Tannenbaum ohne Geschenke darunter. Kein einziges bunt und liebevoll verpacktes Geschenk. Sicherlich macht das Internet eine Menge möglich – aber es nimmt mir nicht meine individuellen Geschenkvorhaben ab. Entweder ich kreativiere selbst – oder verschenke -> NIX!

Plack!

Und dann mache ich die Augen auf und das Kind schaut mich an und fragt: „Warum warst Du so lange im Büro? Was machen wir jetzt?“

Ich weiß ja nicht was Du machst, mein kleiner Schatz. Aber, wenn es nach mir geht, ICH krieg jetzt erst einmal eine gepflegte Panik. Für den Fall, dass hier jemand gerade keinen Kalender zur Hand und auch sonst keinen Durchblick hat: Heute ist der 15. Dezember. In 9 (!) Tagen sollten sämtliche Geschenke nicht nur eingepackt sondern möglichst auch vorhanden sein. Und jetzt weigert sich auch tatsächlich noch diese blöde Orangenmarmelade anständig fest zu werden.

Plack!

Außerdem habe ich mir vor 4 Wochen einen Friseurtermin in der großen Stadt besorgt und mir zur Sicherung dieses freien Nachmittags den Termin sogar im Kalender des Hausherren eingeschrieben. Damit er weiß, dass ich nicht da bin und folglich ein gemütlicher Vater-Sohn-Nachmittag ins Haus steht. Und ich weiß, ich kann mit gemachten Haaren einmal durch alle Läden der großen Stadt und so sämtliche Weihnachtsgeschenkeprobleme auf einen Schlag lösen.

Das war meine Planung.

Und jetzt zeig ich Euch die Wettervoraussage für morgen. Morgen ist die zweite Spalte von links.:

Wetter-2010-12-15

Wetter-2010-12-15

Und wenn Euch das zu klein ist, klickt Ihr einfach hier: hier klicken! Und dann schön die unterste Zeile (Niederschlag) in der 2. Spalte von links anschauen. Dann noch kombinieren mit der Windgeschwindigkeit in der 2. Zeile von oben. Und wer jetzt clever ist, weiß, dass das ein Wetter ist, bei dem man tunlichst NICHT MIT DEM AUTO UNTERWEGS IST!

Plack!

Komm mein Kronsohn, wir versuchen jetzt anhand der Mitschriften ein wenig von dem Stoff aufzuholen, welchen du derzeit gerade in der Schule versäumst, während du dich hier im Bett langweilst.

Plack! Sagt jetzt auch der Kronsohn.

Recht hast Du!

Und was plackt Euch so?