*** Das wird wohl nix . . . ***

mit dem Literaturnobelpreis.

Frau Spätlese ist schwer enttäuscht. Dabei hatte sie sich so Mühe gegeben. Sich ganz wichtig abendeweise in ihr Zimmerchen verzogen. „Muss schreiben, fließt grad gut.“ Hatte geschwafelt und gekürzt. Hatte verbessert und wieder revidiert. Und konnte am Ende ganz stolz auf 10.000 Zeichen schwarz auf weiß verweisen.

Dass der Hausherr ein „Hmm, naja, nicht schlecht brummelte“ war nicht anders zu erwarten. Der Prophet im eigenen Lande halt.

Frau Spätlese straffte die Schultern und schickte ihre Geschichte trotzig an wissen.de. Das konnte nur gut gehen. Wenn nicht sogar perfekt!

Fast 7 (sieben) Wochen wurde sie endlos auf die Folter gespannt, plante schon die Feierlichkeiten, stellte Sekt kalt . . .

Und dann das. Nur 200 Einsendungen. Und nicht einmal da unter den ersten Fünf. So wird das aber nix, hier. So von wegen junges Literaturnachwuchstalent. Da muss wohl noch ein bisschen geübt werden.

Na und, dann trinke ich den Sekt eben ohne Anlass. Und freue mich über die Siegergeschichten, denn die haben das wirklich verdient und sind toll zu lesen.

Und bestimmt war ich auf Platz 6 mit meiner Geschichte. Kann gar nicht anders sein. Und irgend jemand muss diesen undankbaren Job ja auch machen.

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2 Antworten zu “*** Das wird wohl nix . . . ***

  1. schwesterherz2

    Bloß nicht aufgeben! Ken Follet hat bei DAS erzählt, dass erst sein elftes (!) Buch zum Welterfolg wurde.