*** Milano ***

1. Wenn man nach Milano kommen möchte, muss man über die Alpen. Fliegen ist dabei einfacher als Laufen und schneller als Autofahren.

 

Milano-1-Alpen

Milano-1-Alpen

 

2. Für den Kronsohn ist dort der Himmel (oder zumindest nahe dran). Egal wo man sich befindet, man sieht eigentlich (fast) immer eine Kirche – und die Glocken sind auch noch zu sehen! Nach zwei Tagen eifrigen Fotografierens fragte der Hausherr, ob wir denn auch noch andere Urlaubsbilder außer Kirchen und Glocken mit nach Hause bringen würden? – Ähem . . .

 

Milano-2-Kirchen

Milano-2-Kirchen

 

3. Auch in einer sonnenverwöhnten Stadt kann es schon mal regnen. Das ist sehr wichtig, um mal wieder alle angesammelten Hundepfützchen abzuwaschen. Für Touristen empfehlen sich an solchen Tagen Museumsbesuche. Die ganz harten gehen ins Planetarium und hören sich einen italienischen Vortrag an. Dieser muss sehr lustig gewesen sein, die anwesenden Italiener haben viel und herzhaft gelacht.

 

Milano-3-Planetarium

Milano-3-Planetarium

 

4. Wenn am nächsten Tag dann wieder die Sonne scheint, kann man zu Fuß die Stadt erwandern auf der Suche nach dem Dom und überrascht sein, wie klein er doch ist. (Wenn man ihn gefunden hat, was eigentlich kein Problem ist, denn in Milano führen (fast) alle Straßen zum Dom.) Dort kann man sich dann von anderen Deutschen belehren lassen, dass der Dom gar keine Glocken hat. Und dann kann man eben diese Deutschen belehren, dass der Dom nämlich doch Glocken hat, und zwar bronzene. Sagt jedenfalls der ausleihbare ‚Audioguide‘. Gesehen und gehört haben wir jedenfalls nix. Schade.

 

Milano-4-Dom

Milano-4-Dom

 

5. Ganz wichtig beim Erwandern der Stadt sind hinreichend häufige und ausgedehnte Kaffeepausen. Auch wenn es irgendwann dazu führt, dass man nur deshalb schon wieder einen Latte Macchiato trinkt, weil man eigentlich nur mal ‚wohin‘ muss, aber nicht frecherweise einfach so . . . Ihr versteht schon. Jedenfalls wohin man kommt, man wird schon erwartet.

 

Milano-5-Spatzen

Milano-5-Spatzen

 

6. Eventuell hat man dann irgendwann auch zuviel von Häuserschluchten (auch wenn sie toll aussehen), Betonfassaden (auch wenn sie toll aussehen) und ganz vielen anderen Touristen (die manchmal auch toll aussehen). Dann kann man sich ein Auto leihen und auf’s Land fahren. In die Lombardei. Ein bisschen kommt es darauf an, sich in die italienische Verkehrsbeschilderung einzufühlen, damit man die herrliche Gegend auch genießen kann und nicht nur vergnatzt und verbiestert auf die italienische Straßenkahrte schaut.

 

Milano-6-Lombardei

Milano-6-Lombardei

 

7. Da man gerade ‚vor Ort‘ ist, kann man mit dem Kronsohn, welcher in Geographie gerade mächtig ‚Europa‘ lernt diese Theorie mal in die Praxis umsetzen. In dem man ihm einfach mal den Po zeigt.

 

Milano-7-Po

Milano-7-Po

 

8. Und wenn man dann wie durch einen glücklichen Zufall mit dem Auto wieder in Milano gelandet ist und nicht zufällig in Rom, dann kann man in der Ferienwohnung den Hausherrn kochen lassen, während man selber schon mal den Rotwein verkostet . . . bevor man am nächsten Tag von der Fluggesellschaft fast in den Wahnsinn getrieben wird, weil man auf dem Rückweg 2 Koffer statt nur eines angemeldeten mit dabei hat. Hmpf.

 

Milano-8-Selbstversorgung

Milano-8-Selbstversorgung

 

So, und ich muss mich jetzt entscheiden, welche 2 Paar Schuhe aus meinem Schuhschrank aussiedeln müssen, damit meine 2 neuen italienischen Schätzchen einen Platz darin bekommen. Das Leben kann ganz schön hart sein. Aber damit bin ich schon fast beim ‚Schuhschrankmysterium‘ und das erkläre ich Euch ein andermal.

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2 Antworten zu “*** Milano ***

  1. Spätburgunder

    wirklich tolle Bilder, unterhaltsame Beiträge und das Tiramisu – hmmm – sieht super lecker aus. So möchte ich auch mal schreiben und kochen können ;-))

    Vielen Dank und liebe Grüße

    • @Spätburgunder: Herzlichen Dank für das Lob, schau gern wieder rein. Ich freue mich sehr.
      frdl. Grüße
      Frau Spätlese