*** Ansichtssache ***

„Mach doch einfach mal Urlaub!“ sagt der Hausherr und ich überlege, ob ich einfach nur mal Fiebermesen soll bei ihm oder ihn gleich einweisen lassen? Gerade frisch vom Fahrradsattel quasi wieder hoch auf die Palme.

„Moment“ sagt er, „Versteh mich nicht falsch, aber wenn Du ohnehin nicht zum Arbeiten kommst, tu einfach so, als hättest Du es ohnehin nicht vor. Mach Urlaub. Guck nur gelegentlich der Postmappe und der Bank – mehr geht eh‘ nicht. Nächste Woche kannst Du wieder was schaffen im Büro . . .“

Sagt er und hoffe ich.

Also habe ich Urlaub, Radfahrurlaub. Hin zur Schule, Bildschirmlesegerät versetzen, zurück nach Hause. Hin zur Schule . . . usw usf

Aber, und deswegen schreibe ich, ist die Urlaubsbetrachtung ja keine so ganz schlechte Sache.Wenn nämlich alle anderen arbeiten dürfen müssen, habe ich ZEIT! Und zwar Zeit, um die Nähmaschine rauszuholen. Und ich sag Euch was, Nähen beruhigt. Enorm. Ich hab mich quasi von meiner Palme verabschiedet. Und es hat mich auch gar nicht belastet, dass ich heute mal locker 2 Stunden (auf Bitte des Kronsohns) mit im Unterricht gesessen habe. Nö. Gar nicht.

Ich hab nämlich etwas geschafft, in meinem Urlaub. Etwas, was ich die ganzen sechs Ferienwochen nicht geschafft habe.

Nämlich, die Nähmaschine rauszuholen. Et voilá: Isch habe fertisch!

Utensilos

Utensilos

‚Urlaub‘ kann sooo schön sein.

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