*** 12 von 12 im Juli ***

Es war einmal ein kleiner Prinz. Dieser kleine Prinz war ein sehr fleißiger Prinz und ging zur Schule wie alle anderen Kinder auch. Und er hatte seinen Eltern über das Schuljahr zwar nicht nur Freude bereitet (eben wie alle anderen Kinder auch) aber es war doch mehr Freude als Kummer, so dass nach dem Abschluss des Schuljahres alle froh und glücklich waren und der kleine Prinz sich seine Ferien redlich verdient hatte.

Und zu den Ferien gehörte natürlich auch das Ausschlafen dürfen. Jedenfalls in Grenzen, denn die Eltern des kleinen Prinzen waren ja schließlich auch keine Langschläfer. Und weil es im ganzen Haus so warm war, durfte der kleine Prinz sogar aus seinem Kinderzimmer unterm Dach ausziehen und im Gästezimmer schlafen. Dort fiel das Ausschlafen, bzw. das Schlafen überhaupt, viel leichter.

Jul-12-1-morgen.jpg

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Aber weil man ja auch in den Ferien nicht immer nur schlafen kann, wurde der kleine Prinz von den herumlaufenden und das Frühstück vorbereitenden Eltern geweckt. Denn das mussten die Eltern vom kleinen Prinz alles allein erledigen, sie waren nämlich zu arm, um sich Küchenpersonal leisten zu können. Aber so lernte der kleine Prinz auch, dass arbeiten eben zum Leben dazu gehört und dass ist eine ganz wichtige Lektion für kleine Prinzen.

Und so musste  der kleine Prinz an diesem Ferientag die Eltern auch zur Arbeit begleiten. Sie hatten einen wichtigen Termin und hatten dem kleinen Prinzen für die Zeit nach dem Termin einen spannenden Feriennachmittag versprochen, wenn er brav warten würde, bis die Eltern mit der Arbeit fertig wären. Glücklicherweise konnte er am wunderschönen Strand an der Müritz warten, wo auch andere Kinder spielten und der Vater ihm einen schönen Schattenspender aufgebaut hatte.  Aber noch viel schöner war, dass die Eltern wirklich nicht länger als versprochen mit ihrem Termin brauchten und dann vom Bäcker in der Nähe drei riesengroße richtig leckere Tortenstücken mitbrachten. Die durften der kleine Prinz und seine Eltern gleich am Strand verputzen.

Jul-12-2-Kuchen

Jul-12-2-Kuchen

Noch viel schöner aber war, als dann der Papa vom kleinen Prinzen dann mit ihm in die Müritz kam und beide ausgiebig und ausgelassen toben und schwimmen konnten. Da war der kleine Prinz wieder richtig glücklich und wusste, dass jetzt sein wirklicher Ferientag begonnen hatte. Und wenn man ganz genau hinguckt, kann man ganz rechts sogar die Köpfe der beiden erkennen.

Jul-12-3-Mueritz

Jul-12-3-Mueritz

 Natürlich hatten sich die Eltern vom kleinen Prinzen viel Gedanken über diesen Ferientag gemacht. Denn dieser Feriensommer war seit vielen Jahren mal wieder ein richtig heißer Sommer und es ist schon ganz schön schwierig, etwas Spannendes zu finden, wenn man bei 35°C im Schatten eigentlich nur faul herumliegen möchte. Und weil nun der kleine Prinz ein Naturliebhaber ist und den Eltern schon ganz viel und begeistert von seinem Besuch im Müritzeum erzählt hatte, dachten die Eltern, dass es doch eine gute Idee wäre, an einem so heißen Tag durch ein schönes klimatisiertes Naturmuseum zu schlendern. So wäre niemandem zu heiß und alle könnten gleichzeitig noch etwas lernen.

Jul-12-4-Mueritzeum

Jul-12-4-Mueritzeum

Dort gibt es für so kleine Prinzen richtig viel zu entdecken und die Eltern freuten sich ganz doll, als der kleine Prinz mal wie ein Adler über den See gucken konnte.

Jul-12-5-Adlerblick

Jul-12-5-Adlerblick

Und der Papa vom kleinen Prinzen freute sich über den riesigen Maränenschwarm. Während die Mama fragte, ob das diese Maränen seien, welche ihr auf Fischbrötchen immer so gut schmeckten . . .

Jul-12-6-Maraenenschwarm

Jul-12-6-Maraenenschwarm

Wie? Fischbrötchen fragte der kleine Prinz und konnte gar nicht verstehen, warum die Eltern sich bei dieser Frage ausgerechnet vor diesem Aquarium so freuten. Manchmal ist es für kleine Prinzen eben ganz schön anstrengend die Witze der Erwachsenen zu verstehen.

Jul-12-7-Schildkroete

Jul-12-7-Schildkroete

Dafür wurde der Papa vom kleinen Prinzen am nächsten Aquarium auf einmal ganz traurig. Denn da schwammen so viele schöne große, dicke, gesunde Karpfen herum und der Papa vom kleinen Prinzen musste daran denken, dass es im letzten Winter ein großes Fischsterben in den kleinen Seen gegeben hatte, weil diese so lange zugefroren und zugeschneit waren, dass fast gar kein Sauerstoff mehr in den Seen für die Fische zum Atmen da war.
Der Papa vom kleinen Prinzen war sogar so traurig, dass er ganz schön lange vor dem Karpfenquarium sitzen bleiben wollte.

Jul-12-8-Karpfen

Jul-12-8-Karpfen

Aber irgendwann ging es dann doch weiter und der kleine Prinz konnte seinen Eltern ganz stolz den kleinen Raum zeigen, wo viele ausgestopfte Vögel gezeigt wurden. Schön war dort, dass immer derjenige angeleuchtet wurde, dessen Gesang gerade ertönte. In diesem Raum wollte der kleine Prinz eine ganz schön lange Weile bleiben.
Aber irgendwann wollten die Eltern vom kleinen Prinzen sich die anderen Räume auch noch anschauen und außerdem waren sie auch auf der Suche nach der Insektenausstellung, von der sie in der Zeitung gelesen hatten. Weil der Papa vom kleinen Prinzen irgendwann gar nicht mehr so lange suchen wollte, hat er einfach jemanden gefragt, der Ahnung hat und schon standen 5 Minuten später alle vor richtig großen Maikäfern, Mücken, Ameisen, Florfliegen und Heuschrecken.

Jul-12-9-Maikäfer

Jul-12-9-Maikäfer

Leider sagte der kleine Prinz aber nur ‚IIIEEEHH‘ und ging ganz schnell an den tollen großen Figuren vorbei, obwohl die Eltern gehofft hatten, dass der kleine Prinz sich über diese freuen würde. Schließlich ist es ja sonst ganz schön schwierig für ihn, sich so eine Mücke mit ihrem Saugrüssel mal ganz genau anzuschauen.
Aber wahrscheinlich war der ganze Museumsbesuch für den kleinen Prinzen schon ganz schön anstrengend gewesen und er hatte gar keine Konzentration mehr übrig.

Und weil auch die Eltern vom kleinen Prinzen schon ein wenig laufmüde wurden und wenn ich ehrlich sein soll, vielleicht war ihnen ja doch auch schon ein bisschen kühl, so war der Besuch im Müritzeum nach über drei Stunden dann auch zu Ende und alle wunderten sich, wie warm es doch da draußen sei.

Auf dem Rückweg nach Hause passte die Mama vom kleinen Prinzen auf, dass sie ja auch bei ihrem Lieblingsitaliener anhielten. Darüber freute sich der kleine Prinz sehr, auch wenn das Tiramisu erst nach dem ‚Don Camillo Vorspeisenteller‘ und den ‚Bruschetta‘ und den Pfifferlingen auf den Tisch kam. Zum Glück war der kleine Prinz da schon so satt, dass seine Eltern von der Nachspeise auch etwas abbekommen konnten.

Jul-12-10-Tiramisu

Jul-12-10-Tiramisu

Und dann war der schöne Tag für den kleinen Prinzen auch schon fast vorbei. Zu Hause durfte er sich noch ein bisschen im Wasser abkühlen, bevor er dann müde und glücklich in sein Bett fallen konnte. Das ist nämlich wirklich schon was Besonderes, wenn man abends schon fast im Dunkeln noch einmal schwimmen gehen darf.

Jul-12-11-Schwimmen

Jul-12-11-Schwimmen

 Und als der kleine Prinz endlich im Bett war, öffnete seine Mama alle Fenster und Türen, denn endlich war es draußen kühler als drinnen und der kleine Prinz sollte ja gut und erholsam schlafen können, damit es am nächsten Tag wieder ein so schöner Ferientag werden könnte.

Jul-12-12-Temperatur

Jul-12-12-Temperatur

Schlaf gut, kleiner Prinz.

*

P.S. Die Idee, einfach mal am 12. des Monats 12 Bilder über den Tag verteilt zu knipsen kommt von Chad und für uns sammelt es  Caro.

P.P.S. Und ich muss mir demnächst das kleine schwarze Kleid in zwei Nummern (!) größer kaufen. Das kommt davon, wenn man an ein und demselben Tag sowohl Torte als auch italienisch ist . . . 😦

Psssst. Schlaft gut, jetzt!

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