*** Die machen mir nicht auf . . . ***

. . . beschwerte sich gestern der Kronsohn bei unseren Nachbarn. Nachdem er nämlich für sein heiß und innig geliebtes Glockenhobby mal eben 3 Stunden im Dorf sprich bei der Kirche und beim Pastor unterwegs war. Stolz kann ich berichten, dass er sich das alles selbst organisiert hatte. Also vormittags den Pastor ausfindig machen, ihm den Herzenswunsch verständlich machen und für nachmittags einen Termin zur Turmbesteigung und Glockenbesichtigung vereinbaren. Stolz bin ich auf meinen großen Jungen.

Während dessen sagten wir dem immerunkrautgrünen Möhrenbeet den Kampf an. Ja, ich sagte ‚wir‘. Ich weiß, ich muss jetzt 3 rote Kreuze im Kalender machen. Frau Spätlese im Garten . . . zum Arbeiten . . .

Egal.

Jedenfalls hatten wir das Telefon zwecks Hören der Torklingel mit im Garten. Dicht genug am Haus für den ausreichenden Empfang und in einem Eimer als Schutz gegen Staub und Fussel und Krabbeltierchen. Und prompt hörten wir es nicht klingeln.

Einmal nicht . . . zweimal nicht  . . . Oh weh. Aber das Kind wusste sich zu helfen und meldete sich mit eben diesem Spruch bei unsern Nachbarn.

Und irgendwann erhaschte der Hausherr doch so etwas wie ein winzig kleines schwaches Klingeltönchen des Telefones. Das war, als der Nachbar schon über den Zaun gestiegen war um zu gucken, ob uns nicht etwa was passiert ist. Weil sie nämlich unseren Sohn schon eine halbe Stunde bei sich beherbergt und auch schon mehrmals bei uns angerufen hatten.

Nachdem unter viel erleichterter Freude und ehrlichen Danksagungen das Kind wieder in unseren Haushalt überführt war, sprach es ganz erfahren: „Wie gut es doch ist, dass wir so tolle Nachbarn haben!“

Das sind doch exakt meine Worte!

Und wir haben nun gelernt, dass das Möhrenbeet ganz schön abseits liegt, dass der Schall aus Eimern hauptsächlich hoch und nur ganz selten weit zur Seite reicht. Und dass das Kind einen eigenen Hausschlüssel braucht. Wir sind zwar eigentlich immer da, aber wir sind nicht immer am Telefon . . .

. . . Und groß genug ist er ja schließlich auch.

Ich überlege derzeit nun gerade, ob die Kindbetreuung durch Nachbars eventuell ausbaufähig ist. Vielleicht mit Hausaufgabenanteil. Mathematik zum Beispiel?

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