Monatsarchiv: September 2009

*** Stunden später . . . ***

Psst, hallo, für alle, die noch wach sind:

Es ist gekommen wie immer. Ich bin wohl so und kann nicht anders. Ich hab einfach beides getan.
DVD rein und Bügeleisen an.
Das hat mir die Chance gegeben, an den schlimmsten Stellen ganz konzentriert auf die Bügelwäsche zu gucken.
Jedenfalls ist es jetzt zwei Stunden später, und eigentlich zu spät für normal in der Woche.
Ich freu mich schon auf den ersten Kaffee morgen früh.
Bis dahin aber: Gute Nacht!

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*** Drum schäme sich, wer sinnlos Zeit verschwendet ***

Hilfe!

Ich kann mich grad überhaupt gar nicht entscheiden. Sollte es aber irgendwann tun . . .
Links von mir steht freundlich drohend ein Wäschekorb mit sauberer, trockener Wäsche und harret des Bügelns. . .
Nur dazu hab ich überhaupt gar keine Lust. Partout nicht.
Folglich guck ich völlig unschuldig zurück. *gg*
Auf der anderen Seite hab ich gestern abend „Pan’s Labyrinth“ angefangen zu gucken, und wollte heute abend eigentlich den Rest . . .

So ist das immer! Immer wenn der Hausherr nicht da ist, habe ich vor, ihn einerseits enorm mit dem zu beeindrucken, was ich in seiner Abwesenheit geschafft habe und andererseits freue ich mich tierisch, wenn der Stress mal nachlässt. Endlich mal faul auf der Couch die Fliege an der Wand beobachten.

Und genau so sitze ich da. Kind im Bett, Küche (fast) sauber, ein feines Gläschen Wein in der Hand  und vor mir liegen die Wäsche und die DVD. Drama!

Aber manchmal hilft drüber reden. So isses. Ich füll jetzt das Gläschen nach, vergesse die Wäsche (Wetten, die läuft mir nicht weg?), lege noch ein wenig Schokolade als Nervennahrung hin und starte die DVD.

Ha!

Danke für’s Zuhören.

*** Wenn eine eine Reise tut . . . ***

Da bin ich wieder. Endlich. Zu Haus.
Es ist (noch) Samstag Abend, 23:30 Uhr um genau zu sein und ich bin gerade zu Haus eingeflogen. Ich war bei einem Seminar des ‚ISAR-Projektes‚ Freitag und Samstag mit dem Titel: „Ein Kind mit Blindheit / Sehbehinderung in meiner Klasse“. Gemeinsam mit der Klassenleiterin meines Sohnes und der Integrationshelferin (Wir haben endlich eine gefunden – alles wird gut) haben wir uns am Freitag früh gut 500 km weit aufgemacht um herauszufinden, wie wir dem Krohnsohn die Integration an der Regelschule vor Ort ermöglichen und erleichtern können. 42 Stunden später bin ich wieder zu Haus und hab den Kopf voller Anregungen und Ideen.
Und ich hab ein kleines bisschen Hoffnung, dass wir das schaffen können. Den Krohnsohn weiterhin am Wohnort in der Regelschule zu beschulen. Ich hab‘ nun den Kopf so voll (und bin ehrlich zugegeben so müde), für eine sinnvolle komprimierte Zusammenfassung bin ich jetzt einfach nicht fit genug – ich werde nicht jetzt anfangen zu erzählen, was wir alles besser machen können und werden. Step by step.

Jetzt gehe ich erst einmal in den Keller, suche mir ein nettes kleines Schlummertrünkchen in Gestalt einer Spätlese trocken und komm erst einmal auch mental zu Haus an.  – Gefühlt sitze ich nämlich immer noch im Zug . . .

Bei der Gelegenheit: Danke liebe Deutsche Bahn, dass von den 6 notwendigen Zügen nur 2 Verspätungen hatten, dass wir nur einen Anschlusszug verpasst haben, dass wir (aufgrund eines technischen Defektes) nur einen Zug ohne Bordbistro hatten und dafür, dass ich jetzt wieder heil und gesund daheim bin.

Also Prost und gute Nacht liebe Leute.

*** Literatur! ***

Es gibt ja Bücher, da kommt man niemals von allein drauf, die zu lesen. Da braucht man jemanden, der eine Empfehlung gibt.
So auch mit diesem Buch von John Boyne: „Der Junge im gestreiften Pyama“.
Das Buch ohne Inhaltsangabe auf dem Klappentext. Daruf wird nämlich ausdrücklich verzichtet. Weil nämlich der Leser sich selbst Stück für Stück während des Lesens ein Bild machen soll.
Ich gebe zu, ich war erst etwas voreingenommen. Und dann hab ich angefangen zu lesen. Von Bruno, dem kleinen neunjährigen Jungen, der mit seinen Eltern nach ‚Aus-Wisch‘ umziehen muss, weil der ‚Furor‘ das so will. . .

Das ist ungefähr das, was man vorher erfährt. Und ja, es IST ein Holocaust-Roman.

Und ich muss Euch da draußen folgendes sagen: Als ich das Buch ausgelesen hatte, war meine erste Reaktion: „Ähhh, neee ne‘?“ Und ich hab sofort umgeblättert und das letzte Kapitel noch einmal gelesen.

Fazit auch ohne Klappentext: Unbedingt lesen! Auweia!

*** Backen für Kinder ***

Ich bin ja ein begeisterter Blog-Fan. – NEIN – nicht nur meines eigenen, ich liiieeebee es, so im diversen Blog’s zu stöbern und dabei festzustellen, dass es mir gar nicht viel schlechter ganz genauso geht wie allen anderen auch. Viele haben so ihr Tun mit den ‚lieben‘ Kleinen, der Arbeit, dem Hobby, der Partnerschaft . . .

Und eines freut mich immer am meisten, wenn ich mal Sachen finde, die ich so spontan auch mal für mich übernehmen kann.

So passiert bei ‚KleineFluchten‘. Thema: Was machen mit Kindern, wenn man nicht genug Zeit hat für Animation derselben aber trotzdem Zeit genug? Und was soll ich sagen? Den Ratz-Fatz-Tassenkuchen hab ich glatt heute ausprobiert. Also, natürlich nicht ich, sondern der Krohnsohn.
Der freut sich nämlich schon seit ein paar Wochen ganz unbändig auf’s Kekse-Backen. Und da mir partout noch überhaupt gar nicht nach Adventsbacken zu Mute ist . . .

. . . hab ich den kleinen Mac in die Küche gestellt, Ansicht auf groß gezoomt, damit er auch alles lesen kann und mich mit Händen auf dem Rücken neben ihn gestellt. Naja, na gut, fast. Hab schon geholfen, damit ein EL auch ein EL bleibt und nicht irgendwas anderes . . .

Und ich hatte die Kamera dabei und hier meine Phasenfotos:

Ratz-Fatz-Tassenkuchen

Ratz-Fatz-Tassenkuchen

Tja, und was soll ich sagen?
Kind nicht nur beschäftigt sondern auch noch super stolz! Weil: Lecker! Wir haben ihn übrigens gebacken 2:30 min bei 1.000 Watt.
Und eines noch als Anmerkung dazu: Er macht ENORM satt!

Demnächst probier ich das Teil als Vollkornvariante mit Nüssen – für den Hausherrn. Das Urteil werde ich dann hier ebenfalls bekanntgeben.

Also hier nochmal: „Vielen Dank an ‚KleineFluchten‘ “ für den tollen Tipp.

*** Alle Jahre wieder . . . ***

Ich hab heut für unseren kleinen Haushalt ein paar Besorgungen erledigen müssen. Es kocht sich halt schlecht, wenn einen aus dem Kühlschrank die Mäuse mit rotgeweinten Augen anschauen. Und außerdem mach ich das ja auch gern. Mal raus aus dem Haus. Unter Leute kommen und sei es nur zu kommerziellen Zwecken ohne dass ein Paar Schuhe abfällt. Aber ich schweife ab . . .

Jedenfalls wehte draußen ein laues Lüftchen, dass Thermometer zeigte fröhliche 21°C. Kaum ein Wölkchen am Himmel. Eigentlich ein erstaunlich schönes Wetter für Mitte September. Aber zurück zum Thema. Ich verzichtete auf eine Jacke und radelte kurzärmelig zum Supermarkt meines Vertrauens.

Und dort hat es mich eiskalt erwischt.

Lebkuchen, Stollen, Spekulatius.

Uuaaarrghh . . .

Ich meine, ich liebe dergleichen. Ehrlich. Ich kann mir im Advent nichts schöneres vorstellen, als in der warmen, heimeligen Butze in ein weiches, wehrloses, aromatisches Lebkuchenstück zu beißen.
Aber bitte, wir haben SEPTEMBER! Hallo, es ist IMMERNOCH SOMMER! Auch wenn wir irrtümlicherweise einen ‚WirverabschiedenfastdenSommerundfreuenunsaufdenNächsten-Abend‘ hatten. NOCH ist Sommer.

Aber:

Immer wieder jedes Jahr, dieses Drama im September.

Und wenn ich dann Ende November loslaufe und solches Zeugs kaufen will,  weil der Advent vor der Tür steht, dann sind die besten Sachen schon weg.

Wmpf.

*** Ein Moment für die Ewigkeit ***

Mein Sohn und ich, wir hatten heute einen Abend nur für uns. Der Hausherr ist angeln gefahren – seine Art der Entspannung. Und unsere Art der Entspannung dann ebenfalls.

Nach Sonntagnachmittagsroutine und Abendbrot dann das Highlight: ‚Schweinchenbaden‘. Heißt übersetzt: DasKind darf ausführlich in die Wanne und wird gewaschen, gewienert, poliert. Inklusivprogramm mit Ohren putzen, Finger- und Fußnägel schneiden, Haare waschen und fönen. Das Komplettprogramm – einmal alles.

Nun hatte ich mein kleines frischpoliertes Schweinchen endlich im Bett, wir kuschelten noch ein paar Minuten vor’m Lichtausmachen. Und der kleine Kerl hört einfach nicht auf zu lachen.
Giggelt und grinst und lacht und freut sich.
„Na mein, Kind, du bist aber albern.“
„Nein Mama, ich bin einfach SOOO glücklich!“

Und in diesem Moment ist es einfach da, dieses Glück, diese Wärme im Herz. Dieser Moment, wo man weiß, es ist alles gut.
Auch, wenn es manchmal schwierig und anstrengend ist.
Aber solche Momente wärmen und nisten sich ein im Herz und im Kopf und man kriegt sie nicht wieder raus.
„Nein Mama, ich bin einfach SOOO glücklich!“

Spürt ihr das auch – dieses Glück? Mein Abend heute könnte schöner nicht sein.
Gute Nacht, euch allen da draußen.