*** Dinge, die man im Leben unbedingt gemacht haben sollte ***

Heute: Ding 1.268: 

Mit dem Rollkoffer mitten in der Nacht kilometerlang durch den ganzen verdammten Ort rumpeln. 

Jaaa – das war ICH letzte Nacht! 

*dämonischesShiningGrinsen*

Dann innehalten und daran denken, wie die Eltern damals (TM) mit 3 Kindern und 2 (zwei!) Koffern ohne Rollen (OHNE! ROLLEN!) in den Urlaub gefahren sind und nicht nur einen Kilometer vom Zug zur Ferienhütte zurückgelegt haben. 

Und dann ganz reumütig still und leise das Köfferchen den restlichen Weg nach Hause tragen. 

*** Multioptionsparalyse ***

Das Internet ist ja schon echt ein geiles Ding. Ohne Internet würde ich ja zum Beispiel dieses Wort gar nicht kennen. Aber Dank Frau Novemberregen kenne ich es nun doch.

Denn zufällig passt es gerade jetzt ganz genau. Im Grunde war ich nämlich auf der Suche nach exakt diesem Wort. Zufälle gibt’s.

Und zwar war es so, dass ich mir aus Gründen am Dienstag ein Buch gekauft habe. Nicht irgendein Buch, nein, das gar nicht. Ich kaufte ein nützliches Buch. Da ich eine begeisterte Brot- und Brötchenbäckerin bin und immer, immer, immer auf der Suche nach Möglichkeiten es NOCH besser hinzubekommen, war ich auf dieses Buch aufmerksam geworden. 


Und seit ich es in Händen halte, ist es passiert. 

Was backe ich zuerst?

Weizenbrot? * Dinkelbrot? * Kartoffelbrot? * Möhrenbrot? * Buttermilchbrot? * Körnerbrot? * Mischbrot? * Wurzelbrot? * Fladenbrot? *  Baguette? * Ciabatta? * Focaccia? 

MultiOptionsParalyse – MOP!

Oder Brötchen?

Weizenbrötchen? * Dinkelbrötchen? * Körnerbrötchen? * Bärli? * Kipf? * Kartoffelbrötchen? * Milchbrötchen? * Buchteln? * Brioche? * Zimtschnecken?

Aaaaaarrrgghhhhh – MOP!


Alles auf einmal geht ja nun mal nicht. Womit also fange ich an?

Ich kann mich nicht entscheiden – MOP!

Sabbernd blättere ich durch mein neues Lieblingsbuch . . . 

MOP
. . . to be continued.

*** Finde den Fehler ***

😠

Und jetzt entschuldigt mich bitte, ich bin auf der Suche nach dem Verantwortlichen. 

*** WMDEDGT 2016-12-05 ***

Als ich das erste Mal wach bin ist es draußen noch stockdunkel. Es ist 03:00 und meine Nase ist verstopft. Na toll. Mit Schnauben, Schniefen und Putzen halte ich mich und den Hausherren eine Weile wach. Und endlich schlafe ich wieder ein.

Der Wecker klingelt dann 06:30. Watt mutt datt mutt – ich tapere ins Bad. Irgendwann im Verlaufe der Waschprozedur wache ich auch ein bisschen auf. 

Dann geht es in die Küche, wo der Hausherr schon das Kaffeewasser aufgesetzt hat und weiter in den Keller um das Holz für den Ofen zu holen. Anschließend spiele ich Holzscheittetris im Kachelofen. Passt, passt nicht, drehen, wechseln, passt, passt nicht, drehen . . . 

Als das Feuer dann endlich knistert genieße ich meinen Kaffee nebenher. Das Koffein pulst durch meine Adern und öffnet meine Augen endgültig. Nun ist das Frühstück vorzubereiten und es ist heute Müslitag. Das bedeutet Apfel reiben und Trockenfrüchte schnippeln. Dann darf das gesunde Kunstwerk verspeist werden.

Anschließend versorge ich das Hühnerpack mit Futter und entkacke den Stall. Und nein, ich möchte über die Vogelgrippe BITTE . NICHT . REDEN!

Zwischenzeitlich hat der Hausherr den Hof verlassen. Er wird erst heute abend wiederkommen. Das gibt mir Gelegenheit, mal ein bisschen privathobbyfaxen ähem ordentlich was im Büro zu schaffen. Ich versorge mich mit Tee, Lebkuchen, Lebkuchen und Lebkuchen und fahre den Rechner hoch. Während dieser sich müht schreibe ich schon mal (handschriftlich!) in meinen (papiernen!) Kalender, was heute alles zu tun ist. Die Liste wird länger – und länger – und länger. Mein Gesicht auch. Aber was solls – einfach anfangen ist die Devise. Ein wenig trauere ich meinen Freizeitphantasien hinterher, während ich den ersten Ordner öffne . . . 

Gegen 13:00 beschließe ich, dass es Zeit für die Mittagspause ist. Auf dem Plan steht ‚Suppe‘. Na toll, was nutzt mir das, wenn der Hausherr nicht da ist und keine echte Suppe auf dem Herd steht? Aber ich bin ja ein bisschen schlau. Ich hole mir ein Glas Tomatensaft aus dem Keller und erhitze den Saft unter Zugabe von Salz und Gewürzen. Not macht halt erfinderisch  genügsam. Und wenn man darin noch ein altbackenes Brötchen einweicht (weil keine verdammten Nudeln im Kühlschrank sind) und Parmesan drüber kippt, dann ist es auch gar nicht mal sooo schlecht.

Der Nachmittag im Büro ist wie der Vormittag im Büro. Ich kann einen Haken nach dem anderen machen – nur zwei Sachen schiebe ich auf den nächsten Tag. Geht doch. 

Dann habe ich vor dem Abendbrot tatsächlich noch Zeit für mein Saxophon. Hier gibt es leider eine kleine Motivationshürde. Es ist nämlich wirklich gar nicht so ganz leicht, ein Stück einzuüben, welches man noch nie vorher gehört hat. Und dann außerdem auch noch die zweite Stimme spielen soll. Und ich bin nun mal eine Spätmusizierende. Ein wenig experimentiere ich vor mich hin – aber weder ‚Värmeland‘ noch ‚Sylvian Joululaulu‘ offenbaren eine zugängliche Seite – und gebe dann trotzig auf. Spiele ich halt die Lieder aus den Vorjahren. Die kann ich wenigstens schon ein bisschen . . . 

Leise wimmernd ergeben sich ‚Leise rieselt der Schnee‘ und ‚Stille Nacht‘ . . . 

Dann ist der Hausherr da und beginnt quasi sofort mit den Abendbrotvorbereitungen. Aus Gründen wünscht er sich dringend eine Suppe. Er kreiert aus dem Kühlschrank eine Tomaten-Gurken-Pilzsuppe. Ich weiche mir ein altbackenes Brötchen darin ein und tue Parmesan drüber . . . 

Den restlichen Abend verbringe ich im Sessel am warmen Ofen. Und während ich den Blogbeitrag schreibe finde ich heraus, wie ich auch auf der mobilen WordPressvariation auf meinem Spielophon durchgestrichenen Text erzeugen kann.

Wieder was gelernt heute. Es war also ein guter Tag. Und jetzt gibt es noch eine Weinschorle aus selbstgemachtem schwarzen Johannisbeerwein – aus selbstgepflückten Johannisbeeren aus dem eigenen Garten. Da habe ich mitten im Dezember doch tatsächlich einen schönen Sommer auf der Zunge.

Prost und gute Nacht.

Ach so, bevor ich das vergesse – ganz viele Tagebuchblogger versammeln sich bei Frau Brüllen, da könntet Ihr ja vielleicht auch noch gucken?

🙂

*** Gegen das Novembergrau 30-11 ***

. . . wechselt man einfach in den Dezember und macht es sich bei Kerzenschein und Adventsdekoration gemütlich. 


Und auch im Büro kann man mit ein wenig Adventsdeko (und selbstgebackenen Keksen) den Kollegen bestimmt eine Freude machen.


In diesem Sinne, tschüß November!

*** Tutorial gegen das Novembergrau ***

Wolfram moserte gegen mein Novembergrau 11-21. Ihm fehle das Tutorial. Und auch die Silberdistel äußerte sich äußerst sehnsüchtig.

Was soll ich also tun? Ich bin doch kein gemeiner Mensch.

Hier also das Tutorial:

Vorwort: Es handelt sich hier um ein Rezept, welches ich der Rezeptesammlung des Hausherren entnommen habe und welches auch immer vom Hausherren angerührt, gerollt, geschnitten & gebacken wurde. Ich durfte lediglich beim rumschmaddern  mit der Cuvertüre helfen. Apropos Rumschmaddern:

Zweites (und wichtigstes) Vorwort: Ich weise auf das komplette Fehlen von Rum in dieser Rezeptur hin und kann deshalb auch keine Gewähr für das Gelingen dieser übernehmen.

Hier nun die emitionslos kurze und auf das Wesentlich begrenzte sachliche Rezeptur des Hausherren:

250g Mehl

2TL BACKPULVER 

200g Butter

200g gemahlene Mandel

250g Zucker 

2 P Vanillezucker 

1pr Salz 

2tl Zimt

1 Ei

3 Eigelb 

12-15min backen 170 Grad 

Nach dem Backen mit Kuvertüre einen Ring dann Nussmehl 

& Klecks um eine Walnußhälfte draufzukleben

***

Nachwort: Vielleicht hat er den angerührten Teig zu Rollen geformt und über ein paar Stunden gekühlt, damit dieser sich besser in perfekt runde Scheiben schneiden lässt. 

Nachwort zwei: Vielleicht haben wir nach dem Backen der Kekse diese vorsichtig in Kuvertüre so gedreht, dass wirklich nur der Rand die Schokolade abbekam um diesen Schokorand sofort in Nussmehl zu rollern – damit dieses besser kleben bleibt:

Drittes (und wichtigstes) Nachwort: Am besten backt Ihr gleich die dreifache Menge – es sind ja schließlich noch gute drei Wochen bis Weihnachten und keiner will Euch am kommenden Wochenende schon jammern hören, dass die Kekse alle sind. 


Sagt nicht, ich hätte Euch nicht gewarnt!

*** Novembergrau ***

Man soll ja auch nicht immer nur meckern. Es kann ja auch mal ganz schön sein, so ein Novemberwetter. 

Und die richtige Beleuchtung bringt die Vorzüge von so einer Landschaft ja auch erst richtig zum Vorschein. 

Heute zum Beispiel: 

1.) die Müritz, wunderwunderschön. So freundlich


Oder 2.) die sanft geschwungenen Hügel in der Mecklenburger Seenplatte. So romantisch.


Oder auch 3.) geheimnisvolle Straßen ins Nirgendwo:


Ganz bestimmt aber berührt Nr. 4.) Eurer Herz. Der tiefe Ziest. Diese unbeirrbare Ruhe!


Und wem alles das noch nicht genügt, der darf 5.) einen Blick in den völlig unaufgeregten, leidenschaftslosen Himmel werfen. 


Weg da jetzt nicht von dieser stillen Schönheit absolut tiefenentspannt ist – dem ist aber auch gar nicht mehr zu helfen. 

Das wollte ich nur mal so gesagt haben.